— 156 - Ende Juni dieses Jahres nach Deutschland zur Armee eingerückt, zeichnete er sich bald in einer Reihe von Gefechten durch kühne Initiative aus, vertrieb, nachdem Erzherzog Karl den General Jourdan am 24. August bei Amberg geschlagen hatte, die französische Besatzung aus Nürnberg und bewirkte durch sein mutiges und entschlossenes Eingreisen am 3. Sep- tember den günstigen Erfolg der Schlacht von Würzburg. Zur Belohnung für die besonderen, von dem Oberkommandantm Erzherzog Karl stets auf wärmste anerkannten Verdienste, die sich Fürst Johann in diesem Feldznge erworben hatte, verlieh rhin Kaiser Franz am 26. September 1796 das KomMandmr- kreuz des Maria Theresien-Ordens. Als sich im Jahre darauf die Friedensunterhandlungcn, welche am 18. April 1797 zum Präliminarfrieden von Leoben geführt hatten, ' deni Abschlüsse eines definitiven Friedens näherten, berief der Vertreter Öster- reichs, Graf Ludwig Cobenzl, den Fürsten Johann nach Udine; dort sah der Fürst zum erstenmale den. General Napo- leon Bonaparte, der ihn zur Tasel zuzog. Er sand den klein- gewachsenen, bleichen und düster blickenden Mann, der das Aus- sehen eines Vierzigjährigen hatte, trotzdem er erst 28 Jahre zählte, herrisch, rücksichtslos, barsch und wortkarg.. Dem Diner wohnte auch Napoleons Gemahlin Josefine (verwitwete Beauharnais) an, die neben dem Fürsten saß; in ihrer antiken Tracht sah sie trotz ihrer 35 Jahre sehr anziehend aus, führte eine lebhafte Konversation, sprach in royalistischem Sinne und äußerte sich voll Bedauern über das Los der Königin Maria Antoinette. Der Friede von Campoformio kam 17. Oktober 1797 zustande, aber schon im Jahre. 1799 begann aufs Neue der Krieg zwischen Österreich und den mit ihm koalierten Staaten einerseits und Frankreich andererseits. Fürst Johann erhielt in diesem zweiten Koalitionskriege seine Einteilung zur Armee in Italien und hier war es, wo er auf den alten Schlacht- feldern Hannibnls, an der Trebbia, während der heißen Tage vom 17. bis 19. Juni 1799 durch sein blitzartiges Eingreifen den Sieg, der durch die Strategie des russischen Feldmar- schalls Alexander Grafen (nachmaligen Fürsten) Suworow vor- bereitet war, an die Fahnen der Koalition zu fesseln verstand
        

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