— 155 — Im Feldzuge des Kaisers Josef gegen die Pforte, 1788, finden wir den Prinzen bereits als Oberstlieutenant bei Kinsku-Cheveauxlegers, den alten Pappenheimern, in dem zur Belagerung von Dubica bestimmten Korps seines Oheims, des Generals der Kavallerie Karl Fürsten von Liechtenstein. Ende Oktober 1788 nicht unbedenklich erkrankt, eilte der Prinz im Herbste 1789 nach erfolgter Wiederherstellung auf den Kriegsschauplatz, wo er, 1790 zum Oberst des bezeichneten Regimentes beför- dert, an der Belagerung von Cetin teilnahm und als einer der ersten die Festungsmauern erstieg; für sein tapferes Verhalten wurde er noch in nämlichem Jahre mit dem Ritterkreuze des militärischen Maria Theresien-Ordens dekoriert. Am 12. April 1792 vermählte sich der Prinz mit der 16jährigen anmutigen Tochter des Landgrafen Egon zu Fürstenberg-Weitra, Josefa Sophie, rückte aber bald darauf in die Niederlande gegen die französischenMevolutionsheere. Durch einen kühnen und glänzenden Reiterangriff zer- sprengte er am 12. Sept. 1793 bei dem in der Nähe von Cämbrau gelegenen Dorfe Avesnes-le-Sec die feindliche Übermacht und nahm nm 24. Mai 1794 an dem Gefechte von Erqueline, wo er den Feind förmlich überrannte, sowie am 16. Juni 1794 an der Schlacht bei Fleurus, wo er eine wütende Attacke mit der größten Bravour erfolgreich durch- führte, den rühmlichsten Anteil. Er war inzwischen am 20. April 1794 zum Generalmajor befördert worden; sein bisheriges Regiment, das ihm mit der größten Verehrung anhing, sah sein Scheiden aus dem Regi- mentsverbande mit dem lebhaftesten Bedauern.') Neue Lorbeeren holte sich der Fürst im Jahre 1796 im glücklichen Feldzuge des Erzherzogs Karl gegen die französischen Generäle Jourdan und Moreau. Am 13. Mai 1838 .fand in Wien die Enthüllung des Monu- mentes der Kaiserin Maria Theresia statt, bei welchem A/ilasse der Kaiser diesem Regiments, welches zuletzt Dragoner-Regiment Fürst von Montenuovo Nr. 10 hieß, für immerwährende Zeiten den Namen „Feld- marschall Johannes Josef Fürst von Liechtenstein" verlieh. Vgl. Koje tan Pizzighelli, „Geschichte des k. u. k. Drogoner-Regimentes Johannes Josef Fürst von und zu Liechtenstein Nr. 10. - 1631-1903". (Wien 1903.)
        

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