— 153 — gehend durchforschten Aktemnaterials gewissermaßen zur Er- gänzung des Criste'schen Werkes versucht werden wird, der Bedeutung und der Tätigkeit des Fürsten für sein Land einiger- maßen gerecht zu werden, was sich- schon deshalb empfiehlt, weil Peter Kaiser in seiner Geschichte des Fürstentums Liechtenstein') diese Zeitperiodc höchst einseitig und ungenau in einer Weise behandelt, die mit dem tatsächlichen, aus dem vorliegenden Urkünden- materiale zu entnehmenden Sachverhalte zum Teile gar nicht übereinstimmt und weil sich bisher niemand gefunden hat, der dieser Darstellung Kaisers literarisch entgegengetreten wcire^ ' ' ' I. Fürst Johann (Josef) von Liechtenstein erblickte zu Wien am 26. Juni 1760 als Sohn des Fürsten Franz Joses und der Fürstin Leopoldine, geborenen Gräfin von Sternberg, das Licht der Welt. Unter den vornehmen Familien bestand damals die Sitte, daß sie aus christlicher Demut nur arme Leute als Taufpaten wählten und so waren denn auch die Taufpaten des Prinzen zwei Pfründner aus dem großen Wiener Armen- hause. Zur Zeit der Geburt des Prinzen Johann war der be- rühmte Schöpfer der österreichischen Artillerie, Feldmarschall Fürst Wenzel von Liechtenstein, Chef des fürstlichen Hauses! als derselbe am 10. Februar 1772 im 76. Jahre seines Alters kinderlos gestorben war, fiel das große Majorat des fürstlichen Hauses und die Regierung des Reichsfürstentums Liechtenstein an den Vater des Prinzen Johann, den Fürsten Franz Josef, der wenige Tage darauf auch den bedeutenden ^ Besitz seiner Cousine, der durch ihre großartigen Stiftungen, bekannten Her- zogin Maria Theresia von Savoyen, geborenen Fürstin von Liechtenstein erbte/ ... y P. Kaiser, „Geschichte des Fürstentums Liechtenstein. Nebst Schilderungen aus Chur-Rütien's Vorzeit". Chur 1847, Druck und Verlag von Friedrich Wassali. (ö12 Seiten.) So ost nur Kaiser zitieren, ist dieses Werk gemeint.
        

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