— 148 — 4, Man übergibt der Fran Witwe auch alles Silbergeschirr, das mit ihrem uud des Testators Wappcu 
versehen ist, dazu ain verguldt Dopplet vder außgctribne Scheir, aiu hochver- guldtcS Köpflin, daranf ain Engelsbild und ein silberiu Altfränkisch Becherliu, darin vngcfarlich ain drittenteil einer Mas; geht; — 
ferner 20 Malter Vcscn 
nnd 10 Malter Haber; vom vorhandenen 
Geld 100 sl nnd alles Pelzwcrk, Der Erbe erhält die Sänstcn, das übrige Bargeld, Korn, deS Testators Kleider und die ganze übrige Hinter- lassenschaft an Leuten, Güter» ?c, 5, Da HauS Ulrich schon seiner Fran, nunmehrigen Witwe, eine e-igenc Witwcnbehausuug baueu wollte, durch dcn Tod aber an dcr Vvllcnduug gehindert wurde, so hat der Erbe Gabriet Divuys erklärt, das; cr uicht mir den Ban des Hanscs und des Garteus daran geschehen lassen, sondern dazu noch 160 Guldeu beitragen wolle znr Vollendung des Baues, Ebenso wolle cr durch sciue Frvhnlcutc ihr alles Baumate- rial unentgeltlich zuführen lassen, jedoch gcgcn Austeilung eines Stückes Brot, 6, Damit die Fran Johanna ihren adelichen Witwenstand um sv besser hinanSbringcn 
möge, ist ihr uvch zugesprochen worden ein Sommer-, Winter- und Krautgarteu uud zwei Wiesen, Sie erhält auch 
jährlich 100 M, Roggcn vder Besen und 1 Fuder Habcrstrvh; seruer 
jährlich 35 sl sür Wcin, 18 sl anstatt cines RindeS 
und 1 gemästetes Schweiu ans St, Katharina Tag, Feruer alle 
Herbst 1 Zentner Karpsen, cbensv ans dic Fastcn, 
ferner 500 Krebse; seruer 
jährlich 20 Klafter Tcm- uenholz 
und 10 Klafter Buchenhvlz, die ihr vvn den mit Namen aufgeführten Untertanen jährlich gerichtet nnd zuge- fahren werden, gegen Verabreichung cines Stückes Brot von 1 Kreuzer wert, Feruer 20 Malter Vescn 
nnd 10 M, 
Haber, 300 Eier jährlich 
und 71 Hühner, Unentgeltlich svll sic auch vou ihrer Herberge ins alte Schloß gcsahren werden, wenn sie eS verlangt; ovch muß sie dabei rücksichtsvoll seiu, Feruer kommt ihr zu jedes zehnte Kalb — also der Kalbcrzehent; dic Häute muß sic aber dcu Bauern wieder zurückstellen, ES svll iu ihr Haus auch Rohrbruuueuwasser geleitet wer- de» und sie hat das 
Recht 3 Kühe ans dic Allmeind zn treiben. Bei allsälliger Saumseligkeit in Verabreichung dieser jährlichen Leistuugcu vvn Seite der Bauern hat die Frau Witwe die Herrschaft zu Kißlegg auzuruscu. Stirbt die Witwe vdcr heiratet sie wieder, sv sallen alle die Dinge dcm Erbcn, dem H, vvn Schellenbcrg zn, Letztere haben der Witwe oder ihren Erbeu 
dann 2000 sl auszuzahlen. Unterschrieben nnd ans Siegellack 
besiegelt ist die Urkunde vvn dcn 
beteiligten 14 Persvnen, Fürstl, Archiv zu Wvlscgg 
Nr, 71, MÄ
        

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