— 96 — meter mächtig und reichte bis auf den geringen Rest 
von Lös; und Moräne auf dem Felsgrund. Aeltere Siedlungsreste fehlten an dieser Stelle. Der Schnitt ergab keine typischen Scherbenfunde, im oberen Horizont lagen auch hier wieder Schlacken, im tieferen ziem- lich viel Hüttenlehm. Wegen des Jungwaldes auf dem südlichen Hochplateau wären bort gegenwärtig weitere Untersuchungen nur schwer durchzuführen. Der Borwall. Fast die ganze Südflanke des Hügels Borscht stellt von Natur aus ein offenes Gelände dar und hat keine Sicherungen durch Fels- abstürze, wie das auf der Westseite ganz und auf der Nord- und Ostseite wenigstens zum größten Teil der Fall ist. Diese offene Flanke wurde deshalb im Laufe der Besiedlung durch einen mäch- tigen Wall gesichert, der heute noch im Gelände gut sichtbar ist. Er riegelte in erster Linie den freien Zugang zur unteren Terrasse ab und wir bezeichneten ihn, zum Unterschied von den Wällen auf dem Hochplateau, als Vorwall. Dieser Wall zieht sich von der Südwest- ecke des Hochplateaus westwärts bis an das Felsband, das hier steil zum „Rietle" abfällt. Knapp über dem Felsabsturz hört der Wall auf. Wahrscheinlich befand sich dort der Eingang. Heute führt hier ein Weg durch, welcher der Waldwirtschaft dient. Ein weiterer Zugang zum Borscht von Süden her quert gut dreißig Meter weiter ostwärts den Wall in einem leichten künstlichen Einschnitt. Es ist dies der heute meist begangene Zugang zum Hügel (vgl. Plan 2). Ungefähr in der Mitte seiner Gesamtlänge, beim Schnitt 16 lProfil 11). hat der Wall an seiner Basis heute noch eine Breite von ca. 14 Meter und Höhe von ca. 3 Meter. Mit der Untersuchung dieses Walles wurde schon in der Grabung 1948 begonnen, indem er in seinem mittleren Abschnitt von oben und von innen her ange- schnitten wurde. Die weitere Untersuchung nahn? während der Grabung 1949 einen großen Teil unserer Arbeit in Anspruch. !.) Schnitt 16 und Profil 11. Während der Grabung 1948 war in Schnitt 16 auf der Innen- seite eine an den Wall angelehnte Pflasterung oder Berme freige- ganzen Wall überdeckt, bis auf die obersten Wallsteine entfernt
        

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