— 91 — Die Flächengrabung in Feld K. s) Der eisenzeitliche Horizont. Zunächst wurden der Wall und das Vorpflaster freigelegt und steingerecht aufgenommen. Die Funde auf und in dem Vorpflaster, also auf dem eisenzeitlichen Wohnhorizont waren auch hier wieder spärlich. Die besseren Stücke zeigt Mb. 6. Die Scherben sind meist un- verziert. Am Randstück Nr. 1 ist ein Henkelansatz sichtbar. Bei Scherbe Nr. 3 befindet sich zwei cm unter dem Rand eine Einstich- reihe. Nr. 5 hat, bei einer Wanddicke von 5 Millimeter, einen 15 Millimeter breiten Rand. Das schlecht erhaltene Wandstllck Nr. 7 hat Rillen- und Kreisstempelverzierung. Die Scherben Nr. 12 und 14 sind Randstücke von ziemlich flachen Schalen. An Metallgogenständen kommen aus der eisenzeitlichen Schicht ein Eisenpfriem (29) und ein kleines, verziertes Bronzestück, mög- licherweise das Bruchstück einer Lanzenspitzendülle (19). Auffallend waren wieder die vielen Schlackenbrocken, die auf diesem Horizont auch in dieser Grabung wieder auffielen und von denen schon m den früheren Berichten die Rede war, dazu kamen in dieser Grabung auch noch einige Brocken Eisenerz, so daß man wohl an Rückstände einer Eisenschmelze denken könnte. Herr Peter Rheinberg er hat eine Analyse dieses Schlackenmaterials be- sorgt. Der Untersuchungsbefund lautet' Bei dem vorliegenden Material handelt es sich um eine blasige stark eisenhaltige Schlacke mit kleinem Silikatgehalt. Der Anteil Der Anteil des Eisenoxydes beträgt 74,5 °/o, sodaß zusammen mit der Tatsache, daß das Material porös ist, angenommen werden kann, daß es sich um eine künstliche Schlacke handelt, möglicherweise aus einem Ofenabstich. Die quantitative Analyse ergab 52,5°/« Eisen entsprechend den oben angegebenen 74,5 °/o 5es 0-. Die qualitative Analyse erwies die Anwesenheit von Aluminium und Silicium. Daraus läßt sich der Schluß ziehen, daß die untersuchte Substanz entweder von Anfang an tonerdehaltig war, oder daß sie in tonhaltigem Boden lagerte. Letzterer Fall könnte wahr- scheinlich aus einer Bodenanalyse in der Nähe des Fundortes ent- schieden werden. Im ersten Falle ist auch die Möglichkeit nicht von der Hand zu weisen, 
daß 
der Abstich in einem mit Lehm oder Löß erbauten Ofen erfolgte.
        

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