— 87 
- Ausgrabung auf dem Borscht 1849. Von David Beck. Die guten Ergebnisse der Grabungen auf dem Borscht in der Gemeinde Schellenberg in den 
Jahren 1947 und 1948 veranlaßten den Historischen Verein für das Fürstentum Liechtenstein die Unter- suchung dieser interessanten prähistorischen Höhensiedlung im Som- mer 1949 weiterzuführen. Ueber die Lage des Siedlungsplatzes und über die Ergebnisse der früheren Grabungen auf diesem Platze wurde in den Bänden 35, 36, 47 und 48 dieses Jahrbuches berichtet. *) Es sei hier zum besseren Verständnis des folgenden nur erwähnt, daß 
die Besu- delung dieses Platzes schon 
im 3. Jahrtausend vor Christus begann. Auf dem nord-östlichen Hochplateau lagen in den tiefsten Schichten auf dem Löß und teilweise in diesen eingetieft die Niederschläge jungsteinzeitlicher Besiedelung, mit Funden der Rössener. der Michelsberger und der Horgener Kultur. Besonders klar und reich- haltig war die über dem Horgener Horizont liegende frühbronze- zeitliche Schicht. Eine oberste Siedlungsschicht, die der Eisenzeit angehört, schloß den Vesiedlungsgang auf dem Borscht ab. An Sicherungsanlagen wurden auf dem Hochplateau Wallreste der verschiedenen Perioden festgestellt und untersucht. Mit der Untersuchung des Vorwalles, der den südlichen Zugang zur Höhen- siedlung sicherte, 
wurde 1948 begonnen. Die diesjährige Grabung wurde in der Zeit 
vom 18. Juli bis 6. August durchgeführt. Herr B. Frei, Reallehrer in Mels und der Berichterstatter übernahmen gemeinsam die Grabungsleitung. Der Eeometer des Institutes für Ur- und Frühgeschichte in Basel, Herr A. Wildberg er, besorgte zu gleicher Zeit die topogra- phische Aufnahme des Hügels. Herr Max Müller, Lehrer in Eidberg bei Winterthur und Walter Beck aus Vaduz besorgten die steingerechten Aufnahmen der Profile und Situationen. B. Frei leitete auch die Planaufnahmen. *) Jahrbuch 19Z5 und Jahrbuch 1936, A. 5>ild, Wallsiedlung im Borscht. Jahr- buch 1947 und Jahrbuch 1948, D, Beck, Ausgrabung auf dem Borscht.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.