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- l. Ansprache von Herrn 
Regierungschef Alexander ?ri«K, gehalten am 16. März 1949 in Eschen. Durchlauchtigstes Flirstenpaar, Euer Excellenz Herr Landesvifchof. hochverehrte Ehrengäste! - Die fürstliche Regierung hat Sie auf heute nach Eschen einge- laden, um 
eines Wichtigen historischen Ereignisses zu gedenken, das sich vor genau 25V Jahren auf dem nahen Bendererhügel abspielte. Es war das die erste Huldigung der Unterländer an 
das Fürsten- haus derer von Liechtenstein. Hört der Liechtensteiner das Work Huldigung, so schweben ihm sofort die Erbhuldigungen an 
die Fürsten Franz und Franz Josef vor Augen, jene herzerhebenden, spontanen Kundgebungen oben bei der altersgrauen Burg Vaduz. Es wäre indessen eine arge Ver- kennung der geschichtlichen Tatsachen, wenn wir die Huldigung, zu deren Gedenken wir heute versammelt sind, auf die gleiche Ebene stellen würden, wie die Huldigungen des 2l). Jahrhunderts, denn es sind da sehr wesentliche Unterschiede festzustellen. Während an den letzten Erbhuldigungen sozusagen das ganze Volk, Männer und Frauen, Kinder und Greise, spontan aus innerstem 
Antrieb sich einfand, waren vor 250 Jahren nur d-ie männlichen Untertanen ein- geladen, "mit ihrem Untergewehr angetan", morgens 9 Uhr auf dem Bendererhügel zu erscheinen. Von der hellen Begeisterung, der treuen Anhänglichkeit und der großen Verehrung, wie wir diese vor allem bei der Huldigung an den Fürsten Franz Josef erleben konn- ten, war vor 25l1 Jahren noch keine Spur. Wir wissen aus dem amtlichen Protokoll von 1699, daß programmgemäß der Huldigungs-
        

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