- 186 - habe,-dem ehrbaren Priester Alexius, dem Kirehlierrn der vor genannten Kirche übergeben habe. Diese vorgenannte Kirche ge- hört denen von Sulzherg'' und mir gemeinsam. Ich habe dies mit folgendem Bescheid und unter folgender Bedingung getan: So lange der obgenannte Herr Alexius lebt, 6ei es zu Goldach oder anderswo, soll er das obgenannte mir angeerbte Kirchengeld in Form von Korn oder Schmalz, Pfennigen oder anderen Dingen, seien sie ge- nannte oder ungenannte, gesuchte 4>dcr ungcsuchlc, nach obigen Be- scheide haben und gemessen. Es ist auch besprochen und aushe- dungen, dass ich Ulrich von Richenstein, oder wenn ich nicht mehr wäre meine Erben für den ubgeuaniitcn Herrn Alexius, so lange er lebt, au allen Stellen, wo er dessen bedürfte oder wo er es nötig hät- te, nach dem Rechte eintreten sollen. Wenn der obgenannte Herr Alexius stirbt, :3oll das eben beschriebene Kirchengeld, das ich ihm übergeben habe, mit allen Rechten und Zuhehörden wieder an mich den obgenannten Ulrich von Richenstein zurückfallen und wieder mir gehören, oder wenn ich nicht mehr wäre meinen Erben und Nachkommen. Zur wahren und offenen Beurkundung und zur vollen Sicherheit alles dessen, was hievor von mir und meinen Erben ge- schrieben steht, habe ich der obgenannte Ulrich von Richenstein für mich und alle meine Erben mein eigenes Siegel an diesen Brief gehängt, der gegeben ist zu Arbon in der Stadt, am St. Martinstage des Jahres, da man von Gottes Geburt 1371 Jahre zählte. Original im Stiftsarchiv St. Gallen G. 5. P. 2. Pergament 32 X 
Ii,7 cm. Initiale. Gotische Kursive in brauner Tinte. Vorberändert und vorliniert durch einen Metallstift, der noch leichte Farbspuren hinterlassen hat. Die Punkte im Text sind nicht als Satzzeichen, sondern nur als Ruhe- punkte der Feder zu werten. Rand: links 1,5, rechts 1,5 cm. Unten • 2,2 cm breite Plica, worin an verlorenem Perganientstreifcn das Siegel eingehängt war. — Rückseits (Ende 15. Jht.): Golda, (17.Jht.): 1371 (und): Sub Gregoriö a 
Wartenherg, (andere Schrift): überkomnuß wegen deß / kirchengelts zue goldtaeh / welches Ulrich von richen-/stain dem pfarrer von / goldtach vermacht, doch / dz dz selb . . nach des pfarrers (?). dot 
1 vider tr vnd sine erben soll / 
erlangen. (Signaturen): Kiste G. 5 / Cl. L. cista X[V .' Fascik P. 
2 (und): P. 2. / Claß. 1. eist. 14.
        

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