— 172 — zu verkaufen. Für eventuelle Zwistigkeiten hierüber wird ein Schiedsgericht aufgestellt mit Mark von Schellenberg.Kisslegg als Obmann. Diese Urkunde ist in St. Gallen nicht überliefert. Sie steht jedoch im Copialbuch der Herrschaft Wasserburg im Münchner Reichsarchiv (s.' Büchel, Jahrbuch 1904, S. ISO ff., n. 554; vgl. auch 1908, S. 38). Nun folgen die Verwertungen der Pfandschaften. Am 8. Mai 1380 verkauft Peter Bregenzer seine Pfandschaft an Ulrich von Abersberg. Am 23. Juni 1384 verkaufen Ulrich und Rudolf von Ebersberg ihre Rechte am Hofe Hegi an Graf Heinrich von Montfort-Tettnang (s. Stärkle, Ur- kundenbuch der Abtei St. Gallen VI., S. 719, n. 6498, 10; Büchel, Jahrbuch 1904. S. 185. n. 557 und 558). Am 28. Aug. 1386 verkauft Rudolf von Ebersberg auch Wasserburg samt Kirchensatz an Heinrich von Montfort-Tettnang, sodass die. ganze Herrschaft Wasserburg sich jetzt in des Montforters Händen b* fand (s. Stärkte a. a. 0., S. 720, n. 6498, 14; Büchel. Jahrbuch 1904, S. 186. Nr. 560). Das weitere Los dieses den Schellenbergern entfremdeten Gutes interessiert uns hier nicht mehr. Es muss aber auffallen, dass der Kirrhensatz von Wusserburg als Verkaufsobjekt erscheint, während Marquard von Schellenberg doch wieder- holt erklärt hat. dass er dieses Recht nie ausgeübt habe und dass St. Gallen nicht zu Schaden kommen dürfe. Gerade dieser Kirchensatz gab dann naehhin Anlass zu einem grossen Prozess zwischen dem Kloster St. Gailen und den Grafen von Montfort (vgl. Büchel, Jahrbuch 1907, S. 95 unten). Noch im 15. Jht. stritt man sich darum. So kam es dann zur oherwähnten Spruchschrift vom 13. April 1461. Ueber alle diese /.usammenhänge vgl. auch Stärkte a. a. 0.. Nr. 6498 und 6499 = S. 717 — 733 und kürzer bei Büchel, Jahrbuch 1907. S. 91 ff. — Siehe auch Büchel. Jahrbuch /.. 1901, Reg. n. 29, 30, 115, 172, 176 — 178, 183. 188, 191, 192. 196, 198 — 200, 202, 210, 213 — 216, 243 — 246. 249; IV.. 1904 (aus dem Wasserburger Copialbuch zu München) Reg. n. 532, 548, 550.— 555, 557 —560, 566, 567. 
— Bei uns geht es lediglich darum, die St. Gallischen Archivalien zu registrieren. Bei der Entfernung des Hauses Schellenberg von unserem Gebiete seit der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts genügen also fortab Regesten zu diesem Geschlechte. a mane mit Strich über an ev. mannen zu lesen. 1 Wasserburg am Bodensee, im bayr. Bez.-A. Lindau. 2 Hugo XIII. von Montfort zu Argen, erw. 1440 — f 1491. 3 Ulrich V. von Montfort-Tettnang, erw. 1440 — f 1495, Bruder des Vorigen. 4 Rotenfels bei Immenstadt, bayr. Bez.-A. Sonthofen. 5 Tettnang, Württemberg. 6 Hegi, bayr. Bez.-A. Lindau. 7 Kisslegg, Flecken im O.-A. Wangen im Allgäu. Bero oder Berthold ist der letzte des Stammes von Kisslegg; vgl. Büchel, Jahrbuch 1908, S. 6 /. 8 zu Tölzer vgl. ebd. S. 7. 9 Rudolf von Habsburg 1273 — f 1291. In B> steht bloss irrtümlich Ruoprecht, König Rudolf ernannte Marquard und Ulrich von Schellen- 1
        

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