— 23 — II. Ansprache des Herrn Dr. Aloi» Ritter, Landtagsvizepräsidenten, geholten am 16. März 1949 in Eschen. Durchlauchtigster Landesfürst, Durchlauchtigste Fürstin. Euer 
Excellenz, Herr Landesbischof, Sehr 
verehrte Festgäste ! Der 16. März 1699 bedeutet für unsere Landesgeschichte eines jener Daten, das mit goldenen Lettern verewigt werden müßte, denn 
an diesem Tage brachte das Völklein 
des liechtensteinischen Unterlandes erstmalig dem Fürsten Hans Adam und damit dem fürstlichen Hause von Liechtenstein die Huldigung dar. Ich bin über- zeugt, daß alle jene Männer des Eschnerberges, die heute 
vor 250 Jahren unter der Führung ihres 
Landammannes, dessen Name leider in den Urkunden und Berichten nicht erwähnt 
wird, „aus der Platte" in Bendern versammelt waren, um dem neuen Landes- herrn den Treueid zu schwören, in ihrem Herzen den 
heißen Wunsch und die inständige Hoffnung hegten, daß mit der neuen Herrschaft eine nachhaltige und 
dauernde 'Bessergestaltung in der Entwicklung des durch Kriegszüge ausgepauverten Landes und der durch Kriege, Krankheit und Hunger dezimierten Bevölkerung eintreten möge. Wenn wir heute 
die 250ste Wiederkehr jenes denkwürdigen Tages feierlich begehen, dann rechtfertigt 
es sich, den Blick einmal für einige Minuten von der Gegenwart abzuwenden und zurück- zuschauen in die vergangenen Jahrhunderte und uns dabei gewiße Wesenszüge der Staatsverfassung jenes Reiches in Erinnerung zu rufen, das uns unter dem Namen des 
Heiligen Römischen Reiches bekannt ist, dem 
unsere Landschaft durch tausend Jahre angehörte. Ich meine dabei jene besonderen Eigentümlichkeiten der alten Reichsverfassung, welche die notwendige Voraussetzung für die 
Ent- stehung unseres Staatswesens bildeten.
        

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