- 132 - liehe Elisabeht dem vorgenannten Gotteshause zu freiein und unan- sprüchlichem Eigen gegeben und sollen dem Gotteshause darum nach dem Rechte gegen Jedermann dafür Garanten sein. Mit diesem Briefe haben wir auch freiwillig auf alle Rechte und Ansprüche verzichtet, die wir an und zu derselben Elisabeth aus dem Eigentumsrechte heraus bisher gehabt haben. Wir haben in guter Treue gelobt, dass weder wir noch einer unserer Erben jemals das Gotteshaus St. Gallen darob in Anspruch nehmen, bekümmern oder bekränken würden und zwar weder mit Worten noch mit Werken, weder an geistlichem, noch an weltlichem Gerichte oder auch ohne Gericht. Dies alles ist recht und redlich'mit allen Worten und Werken geschehen, die dazu gehören und aus Recht und Gewohnheit nötig waren, dass es auf immer Rechts- kraft erlange. Zur Beurkundung und festen Sicherheit aller hievor geschriebenen Dinge hängen wir die obgenannten Frau Katherina von Sax und Ulrich Stephan und Ulrich Brancho, Gebrüder von Sax, unsere eigenen Siegel an diesen Brief. Wir Ulrich Eberhard und Ulrich Hans, Gebrüder von Sax, verkünden öffentlich, dass alldies mit unserer Zu- stimmung geschehen sei und erklären deshalb auch uns durch die Siegel unserer vorher genannten Brüder verpflichtet, da wir selber keine eigenen Siegel besitzen. Dieser Brief ward gegeben zu Sax am nächsten Mittwoch nach St. Martin, da man seit Gottes Geburt 1336 Jahre zählte. Original im Stifts-Archiv St. Collen F. F. 5. /. 
5. Perg. 25,5 I 27 X 20 121 cm. Bescheidene Initiale. Gotische Kursive in brauner, etwas abgeblass- ter Tinte. Vorlinierung und Vorberänderung nicht ersichtlich. Die Zeilenfüh- rung ist nicht streng gerade, der Zeilenabstand in der untern Hälfte etwas grösser. Oben 1,8, vorn ca. 1, hinten 2 — 2,5 cm Rand. Unten ca. 2,5 cm breite Plica, worin an doppelten Pergamentstreifen 3 Siegel eingehängt waren, wovon aber nur noch das mittlere erhalten ist. ( ) SIGILLVM. VLRICI. STEPHANI. DE. (SW). Inschrift stark unzial. Form rund zu 4,2 cm. Oben etwas beschädigt. Im (Sternchen-?)gemusterten aber etwas verwischten Siegelfelde schrägrechts gestellter, gespaltener Spitzschild, darüber Helm und Helmzier (Bracke). Rück- seits Fingerabdrücke und 2 Kerben in vertikalem Rückgrat. — Rückseits der Urkunde s. 14: maneipacio der von 
Sax, darüber s. 15. ine: -1336, darunter: an das GotzhuB St. / Gallen 
geben, neuzeitlich: sub Herinanno 
Abb., dann J. N° 5 Suppl. II. / Cl. 3 eist 1. arca 
M (letzteres durchstrichen) I FF 5.
        

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