— 108 — 15 Ellenhart sagt: Captivavit (sc» dux Swevie) episcopum Curiensem et unum ex comitihus de 
Monteforti (irrt!), et custodiendum eos in vin- culis 
destinavit (Mon. Germ. Script. XV//, S. 128). Die Annales Colmar, maj. sagen zu 1289 zw. dem 6. Jan. und 7. März: Item episcopus Curiensis a regis Ruodolphi filio 
captivatur (ebd. S. 216). Da dieser Rudolf in unserer Gegend die Stellvertretung seines Vaters des Königs Rudolf hatte, ist letztere Angabe, allgemeiner genommen, auch nicht ganz un- richtig. Die Annal. Colmar maj. I. c. sagen nämlich zu ca. April 1289: Dominus de Baldecke de procuratione a rege gibi commissa a regis filio removetur. 16 Aspermont im Churer Rheintal. Eberhart ist mit Heinrich und Egilolf ein Sohn des Eberhart. Das Necr. Cur. D sagt zum 17. Sept. 128i: Anno domini, M°. CC°rxxxüij° 
— (von anderer Hand: I § Dominus Eber. Miles de Aspermunt / obiit. pro cuius Anniversario Annu- / atim cele- brando filii sui. vide/licet. henr: Egilolfus et Eber, tres / seumas vini singulis annis per/soluunt. dominus, h. vnam seumam de vinea / domine gisele aput Maienveit, dominus Egil. / vnam. seumam. de vinea Rutiz aput Malans. et dominus Eber, vnam / seumam in vinea plana aput Malans. ad seruicium 
fratrum. Die drei Brüder stehen zum Bischof von Chur (vgl. Mohr, Cod. dipl. II. n. 32 und 44 zu 1283, 1285 und 5. Juni 1288). Am 16. Juli 1288 schenkt Heinrich der Aeltere von Räzüns dem Hochstifte Chur in recompensationem dampni ipni ecclesie in gwerra praesentis anni a nobis 
illati seinen Anteil an dem Berge bei Bürgels, was zeigt, dass der Krieg schon 1288 begann (vgl. Mohr, Cod. dipl. II, n. 45). 17 Am 11. Juli 1289 verpfändete das Domkapitel zu Chur dem Ritter Ulrich von Flums eine Mühle zu Fröwis bei Untervaz, da er venerabili in Christo patri ac domino Friderico dei gratia Curiensi episcopo, heu nostro detento in viculis, per lapsum presentis anni victualia et vite necessaria 
comparasset (vgl. Mohr II, n. 84). Schon am 3. Juni 1290 starb aber der Bischof; er war also kaum viel mehr als anderthalb Jahre gefangen. 18 Ellenhart sagt: Episcopus vero Curiensis, cum a captivitate clam recedere vellet, de quadam ruppe se precipitavit et fracta cervice mortuus est, die Colmarer Annalen erwähnen zu 1290 nur: Domnus episcopus Curi- ensis 
obiit (Mon. Germ. Scr. XVII, S. 128 n. 217). 19 Griessenbergs Haft dauerte bis nach dem Tode des Königs Rudolf von Habsburg, der am 15. Juli 1291 erfolgte. 20 ob Feldkirch, südl. Göfis, am rechten Illufer. Heinrich war wohl Sohn eines andern Heinrich (vgl. Ulmer a. a. 0., S. 485 und 948). Er wurde wohl von Chur aus dem Abt von St. Gallen empfohlen, da schon 1283 Juni 16 ein Wernherus de 
Sigeberc als canonicus 
Curiensis zeichnet (vgl. Mohr, Cod. dipl. II. n. 19, n. 134 zu 1310).
        

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