— 105 — Die Schanze ist, das möchte ich noch festhalten, an einer strategisch äußerst günstigen Stelle angelogt worden, da der Anmarsch des Feindes von ihr aus schon von Weitem hätte wirksam gestört wer- den können. Eine Umgehung und nachherige Aufrollung der Schanze wäre nicht leicht gewesen, weil sich diese sowohl im Süden als auch im Norden auf dicht-bewaldete und daher nur schwer passierbare Steilhänge stützen tonnte. Wie weit nun diese Wehranlage auf Gafadura ausgebaut wurde, wie lange diese von Soldaten besetzt war und ob diese viel- leicht schon vor 1799 in Anfängen bestanden hat ist heute kaum mehr festzustellen, oder es wäre denn, daß in irgend einem öster- reichischem Kriegsarchio ein diesbezüglicher Rapport gefunden würde. Alexander Frick Por 1S0 Zahren. Die Erinnerung an die Drangsale, welche die Bevölkerung un- seres Landes zur Zeit der Franzosenkriege in den Jahren 1799 und 1800 durch fortwährende Kontributionen und Einquartierungen zu erleiden hatte, ist bis auf den heutigen Tag Wachgeb lieben. Daß auch die damals abgelegene Gemeinde Triesenberg nicht verschont wurde ist bekannt. Johann Baptist Büchel schreibt in seiner „Geschichte der Pfarrei Triefen", daß den Triesnerbergern für 6000 fl Vieh weg- getrieben worden sei. Interessant ist auch eine Notiz -im Anhang des ältesten Jahrzeitbuches der Pfarrei Triesenberg, mit dessen Anlage 1771 begonnen wurde, drei Jahre nachdem die Pfarrei errichtet worden war. Die Notiz stammt von Pfarrer Johann Baptist Schreiber, gebürtig aus Mauren, der 1789 bis 1800 Pfarrer von Triesenberg war und als fürstlicher Hofkaplan 1821 in Vaduz starb. Die Eintragung lautet wörtlich: „Ad perennem rei Memoriam." „Im Jahre 1799 den 13. und löten März kamen die Franzoßen auf den Trießnerberg, plünderten und raubten mich Johann Baptist Schreiber d. z. Pfarrer alda, und auch meine Pfarrkinder, an Wein,
        

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