— 81 — Ausgrabung auf dem Borfcht 1948. Von David Bcck, Die im Jahre 1947 auf der Nordkuppe des Borscht begon- nenen Grabungen wurden im Sommer 1948 weitergeführt. Im letzten Erabungsbericht wurde die Lage dieser prähistorischen Höhen- siedlung ausführlich beschrieben.') Es sei daher nur kurz das Wichtigste nochmals erwähnt. Der Siedlungsplatz liegt in der Gemeinde Schellenberg auf einer der höchsten Erhebungen des Eschnerberger Höhenzuges, et.wa 400 Meter nordöstlich der Ruine der Burg Hinterschellenberg (Neu-Schellenberg). Nach der neuen Karte des Fürstentums Liechtenstein 1 - 10'000. Blatt 1 Eschner- berg, liegt der höchste Punkt auf dem Borscht 689 Meter ü. M. auf denKoordinaten 760.470/233.800. Im letzten Abschnitt der Besied- lung, in der Eisenzeit, war der Borscht eine durch Wall und stellen- weise auch noch durch Vorwall geschützte Anlage. Die hohe Felswand auf der Westseite des Hügels bildete dort einen natürlichen Schutz, während die weniger hohen Felsen auf der Ost- und Nordseite allein keine wirksame Sicherung boten. Der südliche Vorwall ist heute noch gut erhalten; der nördliche ist im Gelände nicht mehr sichtbar, und wurde wahrscheinlich durch die Anlage eines Wasserreservoirs zer- stört. Die Vorwälle schlössen das Vorwerk, die westliche Terrasse, ab. Vorläufige Sondierungen ergaben, dah dort keine Hüttenplätze wa- ren, denn es konnten nirgends Kulturschichten aufgefunden werden. Als Siedlungsplatz kommt nur das Hochplateau in Frage, das von einem Wall umschlossen und vom Vorwerk, d. h. von der west- lichen Terrasse aus, durch einen Torweg zu erreichen war. Durch diesen Zugang gelangt man zunächst auf den südlichen Teil der Hochkuppe und dann auf den etwas höher gelegenen, nördlichen Teil. Hier wurden die hauptsächlichsten Erabungsarbeiten in den letzten zwei Jahren durchgeführt. Der Toreingang und Teile der südlichen Hochkuppe wurden in den Jahren 1935 und 1936 durch Konservator I) Vergl. Jahrb. des Historischen Vereins 1947 „Ausgrabung auf dem Borscht 1947"-
        

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