— 76 - Gunsten des Propstes und um andere zu Tugendwerken anzutreiben hinzufügen, dass aus dem Reste der Einkünfte aus dem oft erwähnten Hofe zu Eschen2 am Jahrzeitstage dieses Propstes, so oft er wieder- kehren -wird, an zehn Priester zehn Schillinge ausgeteilt werden sollen, nämlich an die Priester von St. Peter9, St. Maria10, vom hl. Grabe11, St. Oswald12, St. Johann6 und St. Magnus13, und an die Hebdomadare18 von St. Othmar11, St. Lorenz15, St. Leonhard16 und St. Fiden1', die zur betreffenden Zeit gerade die erwähnten Kirchen oder Kapellen be- dienen, sodass sie für ihren Mühwalt auch eine Entschädigung haben. Zur grösseren Förderung der Frömmigkeit Anderer statuiren wir, dass die vorerwähnten Priester oder Hebdomadare, welche die einzelnen Schillinge in Empfang nehmen, gleichen Tages'für die Seele dieses Propstes jeder an seiner Stelle je eine Messe mit Glockengeläute feiern soll. Nach der Feier sollen sie gleich im Klosterchor erscheinen, wo jeder einen Pfennig darbringen und bis zum Ende der Messe in Ge- meinschaft verbleiben soll. Jene Priester aber, die Klosterbrüder sind und keine Pfennige darbringen müssen, haben diese an andere Personen zuzuteilen, auf dass diese sie darbringen. Dass das aber als feierlich ge- schehen und gemeinsam approbiert erscheine, ist diesem Briefe sowohl unser als auch unseres Kapitels Siegel angehängt. Dies ist geschehen im 1244. Jahre seit der Menschwerdung des Herrn, in der 2. römischen Zinszahl. 2 Originale im Stifts-Archiv St. Gallen F. F. 3. A. 4. — Ital. Perga- ment 31 i 31,5 X 31 cm. Gotische Geschäftsschrift. Der Anfang und die Anfangsbuchstaben der Absätze Deinde 
prefatus und Nos 
igitur, ähnlich wie in den Papstbullen durch verstärkte Buchstaben hervorgehoben. Mit farbigen Linien vorliniert; keine Seitenränder. Unten an 4,3 cm breiter Plica und an rot- gelben Seidenschnüren 2 Siegel von dunkelrotem, ziegelfarbigem Wachs: l. HB S'. WALT,HERI. ABBIS. SCI. 
GALLI (über BI und CI Kürzungsstriche). Auf X-förmigem Thron Abt in Albe und Casula mit Buch in der Linken und Stab in der Rechten. Das spitzovale Siegel liegt 5 mm vertieft und misst innen 5,3 X 3,5, aussen 6,5 X 4,7 cm. — 2. >j-< SCS GALLVS 
CONFS. Diese Inschrift ist aber negativ geprägt, der Siegelstempel war also irrtümlicherweise positiv. Im Siegelfeld Brustbild des hl. Gallus mit langen bis an den Nacken reichenden in Wellen fallenden Haaren, mit Tonsur auf dem Scheitel und kurzem Bart. Er trägt die Albe, aber ohne Stola, und hält die Hände vor der Brust. In der Rech-
        

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