und nach rechts höher steigend. — A tergo in karolingischer Minuskel: JUd (blasser:) de illo (3 cm leerer, Raum) manso hrothel/mi -cum (?) flauino,, in spä- terer karolingischer Minuskel: Rhodhelmi / de uinonna., neuzeitlich: Sententia iudicialis. / Processus iuris. — & — et. Druck: Goldast, Alamannicarum rerum scriptores II (1606) S. 81, n. 99. Wartmann, Urkundenbuch der Abtei St. Gallen I (1863) n. 187 zu 806 (807) Feb. 7. — Planta, Das alte Rätien (1872) S. 354 Anm. 1 zu 806 —808 (aus Wartmann). — Meyer-Marthaler und Perret, Bündner Urkundenbuch I (1947) n. 35 (aus Wartmann). Regesten: Hidber, Schweiz. Urkundenregister I (1863) S. 42, n. 225 zu £06 (807. Ü08 ) Feb. — Hübner, Gerichtsurkunden der fränk. Zeit I, Anh. z. Z. der Savignystiftung für Rechtsgesch. Germ. Abt. 12 (1891) S. 29. — Helbok. Regesten von Vorarlberg und Liechtenstein (1920) n. 7 (mit vielen Literatur- angaben; vgl. auch S. 45). Zur Literatur vgl. noch Kaiser-Büchel, Geschichte des Fürstentums Liechtenstein (1923) S. 45 ff. und 117. Zum Datum vgl. Bündner Urkundenbuch a. a. 0. * Ortsbestimmung: Der Wohnort unserer Prozessparteien ist nicht angegeben. Wenn im zwar noch karolingischen aber viel späteren Rückvermerk Rhodheluii / de uinonna (= Rankweil) steht, so erscheint letzteres lediglich vom Gerichtssitz ad campos abgeleitet. Unsere Urkunde gehört also sowohl in ein Bündnerisches, St. Gallisches, Vorarlbergisches als auch Liechtensteinisches Urkundenbuch. Doch mag sich bei solchem Sachverhalt eine Uebersetzung er- übrigen. Für den Inhalt siehe Planta S. 362 f., Helbok, n. 7 und Kaiser-Büchel a. a. O. Verfassungsgeschichtliches: Seit der römischen Zeit unter- stand die provincia Raetia prima einem praeses provinciae (Bündner Urkunden- buch I, n. 1). Unter den Bischöfen Constantius (ab. ca. 772 / 4: vgl. ebd. n, 19) und Remedius wurde die Provinz von den Bischöfen von Chur verwaltet, wovon die hier vorangehende Urkunde zeugt. 806/7 trennte Karl d. Gr. die weltliche Gewalt von der geistlichen und schuf das Herzogtum Rätien, das die Graf- schaften Ober- und Unterrätien in sich begriff. Erstere hiess später eomitatus Curiensis, letztere eomitatus Retie Curiensis (darüber Perret, Die sprachgeschicht- liche Lage des Sarganserlandes 1938, S. 13 ff.). Das Gericht der ersteren war zivei- felsohne in Chur, das der letzteren, das die ministeria (Amtsdistrikte) in Planis und vallis Drusianae aufwies (vgl. Teil /, Bd. 1, n. 1 dieses Werkes), aber wie unsere Urkunde dartut zu ad Campos-Vinomna-i?ani;M>ei7 (vgl. Helbok, n. 7, Anm. 2 mit Literaturangaben). Hunfrid war Graf in beiden Grafschaften, wes- halb es hier heisst, er sei reciarum coims. Von Rankweil heisst es aber am 4. Juni (823) insbesondere: Venomnia in villa Unfredi comitis (Bündner Urkun- denbuch I n. 44). Das unterrätische Gericht in Rankweil ist auch erwähnt in Balthers Vita S. Fridolini (Mone, Quellensammlung der badischen Landesge-
        

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