— 12 — Original im Stifts-Archiv St. Gallen III, 218; Pergament 32, 6 (unten) 130,7 X 4,5 14,8 cm. Von Prihectus ( — Projectus) in churrätisch-frühkaroling- ischer Minuskel in altertümlich rätischem Stil nach Formular der rätischen Gerichtsnotiz (noticia de iudicato) verfasst und geschrieben. Die signa (Hand- zeichen) der Richter und Zeugen sind vom Schreiber der Notiz hingesetzt. Worttrennung nicht immer durchgeführt. Zeilenführung nicht gerade. Keine Vorlinierung und kein Rand. A tergo neuzeitlich von einem St. Galler Mönch: Criiuald. Ahb., später: H. 61. / Cl. 3. eist. 1. area M. In der Mitte eine allein- stehende 9. — Hinten am linken Rand Leimspur. — & — .et. Druck: Codex traditionum monasterii S. Galli, S. 254 (nicht 264 nie bei Wartmann und den Späteren zitiert wird) n. 434, resp. LXI. — Wartmann* Urkundcnbuch der Abtei St. Gallen 1 (1863) n. 354. — Planta, das alte Rätien (1872) S. 317 Anm. 2.— Perret, Fontes ad historiam regionis in Planis, S. 1118.— Perret, Ein Rechtsstreit zur Zeit des Fürstbischofs Remedius, in Heimatblätter aus dem Sarganserland 1938, S. 9 ff. — Meyer-Marthaler u. Perret, Bündner Urkundenbuch, 1, n. 34. Regesten: Hidber, Schweiz. Urkundenregister 1 (1863) n. 314. Archiv für Schweiz. Geschichte 7 (1851) S. 221. Helbok, Regesten von Vorarlberg und Liechtenstein (t920) n. 5 (s. auch S. 45). Schriftprobe: R. Durrer, Ein F und von rätischen Privaturkunden aus Karolingischer Zeit, in Festgabe für Meyer von Knonau (1913), Tafel 3. Literatur: Rob. v. Planta, Die Sprache der rätoromanischen Urkunden des 8 — 10 Jht., bei Helbok, Regesten, IL Exkurs, S. 85 und 102 f. Das Datum wurde immer früher angesetzt: Cod. trad. zu 841 —872, Wartmann zu ca. 835, Hidber zu 820, Helbok, Reg 7 Anm. 1 zu 800 — 806. Siehe zuletzt das Bündner Urkundenbuch zu ca. 791 — 806. Ortsbestimmung: Nach Helbok, Reg. 5 Anm. passt das Formular nicht recht nach Rankweil. Nach Wartmann und nach R. v. Planta ist unsere Gerichtsnotiz verwandt mit einer Urkunde vom 6. Jan. 835 (Wartmann I n. 353) aus Garns, nach Durrer S. 29 hingegen nach der Schrift mit dem heute im Klo- ster Müstair-Muster liegenden Churer Stücken von ca. 800 (siehe Bündner Ur- kundenbuch n. 24 — 29). Dies leuchtet ein, wenn man Chur als rätischen Gerichtsort in Betracht zieht (vgl. die hier nächstfolgende n. 2, Verfassungsge- schichtliches), auch selbst wenn die Parteien von auswärts waren. Die Kläger Costanrius et Maxemus weisen im Vergleich zum Liber viventium Fabariensis (im Stiftsurchiv Pfävers zu St. Gallen) nämlich ins Ministerium in Planis, wie der Amtsdistrikt, der heute die Herrschaft Maienfeld, das Sarganserland, den Bezirk Werdenberg und das Liechtensteiner Oberland umschreibt, damals hiess. Es stehen in diesem Buche in einem Eintrage von ca. 845 auf S. 124 (Mon. Germ. Hist., Libri confrat. III, 120, 26 — 27) Constantius, Maxancius nämlich nebeneinander unter der Rubrik: Hec SUNT NOMINA VIVORUM veL deFUNC- TOHUM BENEFACTORVM De pLaNO fHec mit e-caudata). Die Urkunde musste
        

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