— 92 — zeigt Abb. 14, ihr Durchmesser beträgt ca 3 m. Eine Feuerstelle fanden wir in der Grube nicht, wohl aber viele Kohlensplitter. Die Frage, ob es sich um eine Wohngrube handelt muh deshalb noch offen bleiben. Nach A. Stroh') bestehen noch keine klaren Vorstellungen über den Wohnbau der Rössenerkultur. Es liegen sowohl Beobachtungen über unregelmäßige Erubenwohnungen, als auch solche über Viereckhütten vor. In den Lößschichten, die die Grube begrenzen, konnten wir keine Pfostenlöcher feststellen. Zwei ähnliche, aber kleinere Gruben mit Niederschlag der Rössenersiedlung stellten wir letztes Jahr auch in Feld 1 fest. (Vergl. Jahrb. 1947, S. 34).. Die Funde der Rössener Schicht. Bei der Keramik handelt es sich durchwegs um feine glatte Ware. Der größere Teil der Scherben ist schwarz bis bräunlich, ein anderer leder- farbig, rötlich bis gelb. Die besseren Keramikfunde zeigen die Abb. 10 und 15. Zum Vergleich bringen wir auch in Abb. 11 Zeichnungen mit Rekonstruktionen und Profilen einiger im Vor- jahr gefundener Rössener Scherben. Das schöne Stück, das in Jahrbuch 1947. Abb. Nr. 9, abgebildet ist, konnten wir durch ein paar weitere, dazugehörende Scherben ergänzen, sodaß nun eine zeichnerische Rekonstruktion möglich wurde (Abb. 10, 48.5). Zum Zickzackband auf dem Bauch des Gefäßes kommt ein neues Muster, indem in die durch parallele Striche entstandenen schmalen Felder in regelmäßiger Folge Einstiche gemacht wur- den. Ob auf dem Gesäß noch weitere Muster vorhanden waren läßt sich nicht feststellen, da nur die Scherben des halben Um- fangs gefunden wurden (Mb. 15). Der scharfe Bauchknick kommt auch bei anderen Profilen vor (48. 529. 48. 524, 48. 527). Der Rand ist oft unverziert (48.535), manchmal kommt Randker- bung vor (48. 536). Ein Stück (48. 526) weist am Rand eine doppelte Reihe von Einstichen auf. Die durchbohrte Knubbe fanden wir in diesem Jahr nur einmal (Abb. 11, 48. 539). Sie ist teilweise abgebrochen. Eine einfache Knubbe hat das Stück Abb. 10, 48. 542. Sie sitzt fast oben am Rand. Es wäre möglich, daß dieses Stück aus der Michelsberger Schicht zufällig in die I) Bergl, A Stroh. Die Rössener Kultur in 
Südwestdeutschland, 28. Bericht der Römisch-Germanischen 
Kommission 1938.
        

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