— 98 — entgeltlich oerholfen seyn solle, auch sofern er in der Kellerey der gnädigsten Herrschaft was nachträgliches wahrnehmen würde, er solches anzuzeigen gehalten seye. zu mahlen aber 5-tens wie es sich ostmahlen eraignet, daß bey starkem Rcgenwether das Gewässer innert dem Schloß mit betrohendem Ruin sich an- schwellet und beym ablauft sich steckhet, in solchen Fühlen der Thor- wart das Wasser abzulaithen sich angelegen seyn lassen solle; weiters dann l>-tens die sicherheit vor die Herrschaftliche Cassa sowohl als vor die Kellerey besten theils von einem getreuen Thorwart abhanget, als solle er das Schloßthor nach dem Ave-Maria ! Läuthen ordent- lich schließen, jemand, der ins Schloß nicht gehörig, kein Unterschlausf nicht geben, auf Feuer und Licht in Haus und Stall die äusserste Sorgfalt tragen, als in welchem Punct er andere benöthigten Fahls verwahren, oder nach umstand bey einem hochsürstl. Obcramt die Anzeig mache 7-tens Da jedem Herrschafftlichen Bedienten von sich selbsten oblie- get, mit Dienstfertigkeiten gegen ein hochsürstl. Oberamt be- reitwillig zu seyn, besonders da es die höchste Dienst selbst betrifft, so will man sich gäntzlichen gegen ihn versehen, daß sein Treu und Dienst-Eyser mit Unserer Hoffnung vollkommen einschlagen; so fort mit rhme Thorwart ohne weitere anweisung zu seiner schuldigkeit content seyn werde, .in all übrig seinem Betragen sich friedsam, nüchter und bescheidentlich, allwohin er und die seinige ernstlichen angewießen wird, erzaigen, des übrigens aber er durchaus bey dem nemmlichen Genuß seiner Vorfahren zu verbleiben haben wird. letztlichen aber hat er in der Schloß-Kapelle, wie bishero gewöhn- lichgewesen, die Hofkapläne beym Meßlesen zu bedienen, dann auch zu gebührender Zeit in der Früh, zu Mittag und auf den Abend Bettzuleuten, und auf die Kapell-Gerätschaft und Paramenta, die ihme vermög Jnventary anvertraut werden, genaue Obsorg zu tra- gen und schonlich damit umzugehen. (der Schrift nach zu datieren circa 1722 (?)
        

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