— 8 — den auch nur ein paar wesentliche Einzelheiten wiedergegeben, die aber die Fürstin einer ganzen Generation unvergeßlich machten und die sie über ihren Tod hinaus mit unserem Lande verbinden. Der Crundzuz ihres Wesens war Liebe und Güte. Ihre Sorge und Freude war, helfen zu können i dem Kinde, dem Äugendlichen, dem Greise. Der Jugend vorab. Das zeigte sich Jahr für Jahr wäh- rend ihres Sommeraufenthaltes auf Schloß Vaduz, als sie jeweils die Kinder- und Volksschulen des Landes aufsuchte, sich mit den Klei- nen unterhiehlt und sie beschenkte. Das zeigte sich weiter an Weih- nachten, wenn sie jedem Schulkinde ein Geschenk unter den Christ- baum legen ließ. Wiederholt ließ sie die ganze Schuljugend nach Vaduz kommen und auf dem Marktplatze entwikelte sich dann ein Fest, das Eltern und Kinder im Banne hielt.. Ein fortlebendes Zeugnis ihrer Liebe zur Jugend ist die „Franz- und Elsastistung für die Jugend", die sie im Jahre 1929 mit dem Fürsten errichtete »nd deren Erträgnisse jungen Leuten ihre Lehr- oder Studienzeit finan- ziell erleichtern sollten. Der Pfadfinderbewegung, die auf ihre An- regung ins Leben trat, war sie eine stete und freigebige Förderin. Freute sich die Fürstin an der Freude der Kleinen, so bedrückte sie in gleichem Maße ihr Leid. Wenn sie zufällig von einem kranken Kinde erfuhr, interessierte sie sich persönlich um es. erkundigte sich nach seinem Befinden, beschaffte Arzneien oder suchte dem kleinen Kranken sonstwie eine Freude zu machen. Ja, wenn die Fürstin das Land auch wieder verlassen hatte, erkundigte sie sich regelmäßig tele- phonisch nach dem Befinden ihrer kleinen Patienten. Die Fälle sind zahlreich, daß sie durch Monate, ja durch Jahre hindurch Spitals- und Sanatoriumsaufenthalte ermöglichte. Der gleichen mütterlichen Fürsorge erfreuten sich die Kranken überhaupt. Wenn sie eine Möglichkeit sah, zu helfen, lieh sie nichts unversucht und scheute keine Kosten. Diesem Helferwillen entsprach die „Fürstin Elsastiftung" für das Spital in Vaduz, deren Erträgnisse bestimmt waren, den Kranken den Aufenthalt im Spi- tal in Vaduz zu erleichtern. Aber daneben gab sie Jahr für Jahr Tausende und Abertausende für solche Zwecke, von denen niemand erfuhr als der arme Kranke selbst. Für Greise und Greisinnen spendete sie bis zu ihrem Tode jedes Jahr eine Summe, die unter die ärmsten verteilt wurde.
        

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