— 47 So hat die kurze Grabung dieses Sommers wieder außerordent- lich schöne Resultate gezeitigt, welche die Kenntnis über den Gang der prähistorischen Besiedlung unseres Landes in erfreulicher Weise erweitert haben und auch über die Grenzen unseres Landes hinaus Beachtung finden werden. Seit einigen Jahren kannten wir auf dem Eschnerberg als älteste Kultur die aus der tiefsten Schicht des Lutzengütle, die, wenn sie auch in lokaler Ausprägung erscheint, der neolithischen Schussen- riedergruppe zugeteilt werden kann. Nun kommt der Borscht dazu, mit einem Siedlungsplatz aus noch früherer Zeit, mit Funden der Rössener Kultur. Von dieser ist, wie auch hier die Keramikfunde wieder zeigen, die Schussenrieder Kultur stark beeinflußt, denn sie hat wesentliche Elemente, besonders in der Verzierung, von ihr übernommen. Die Rössener Funde, als höchst erwünschte Ergänzung zum Eutenberger Fund, dürfen deshalb als wichtigstes Ergebnis dieser Grabung besonders festgehalten werden. Dazu kommen zwei weitere jungsteinzeitliche Gruppen: Michelsberg und Horgen, wobei die erstere bis jetzt allerdings noch schwach vertreten ist. Ebenso wichtig ist aber, daß wir nun in unserem Lande auch einen guten Fundplatz der noch verhältnismäßig wenig bekannten frühen Bronzezeit kennen. Vom Historischen Verein ist für nächstes Jahr eine weitere Grabung auf dem Borscht in Aussicht genommen, da dieser Platz bald wieder aufgeforstet werden soll und so der Forschung wohl für lange Zeit nicht mehr zugänglich sein wird. Wir dürfen von dieser kommenden Grabung erwarten, daß sie noch wertvolle weitere Auf- schlüsse über die älteste Besiedlung unserer Gegend geben wird. Er- wünscht wäre auch eine Klärung der Verhältnisse der eisenzeitlichen Besiedlung des Borscht.. » » » Allen denen, die diese Grabung ermöglicht, sie unterstützt oder dabei mitgearbeitet haben, sei hiemit noch bestens gedankt.
        

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