— 45 — E. Vehrens (Bronzezeit Süddeutschlands) kennt die Periode der frühen Bronzezeit nur Pfeilspitzen aus Feuerstein. Feuersteinab- splisse, Schaber und dergl. lieferte auch diese Schicht in Menge. Eine vor einigen Jahren auf der Nordkuppe des Borscht ge- fundene Eußform für Pfeilspitzen beweist, dah dort, wenn auch erst in späterer Zeit, Pfeilspitzen aus Bronze hergestellt wurden. Keller -Tarnuzzer hat diesen Fund im Jahrbuch 1941 beschrieben/) Zu erwähnen ist auch noch ein schöner Steinhammer mit Rille (Abb. 16. 3,), den wir im Feld 1, hart am frühbronzezeitlichen Wall, ebenfalls in dieser Schicht gefunden haben. Zwischen den Pfosten- löchern der frühbronzezeitlichen Schicht lag auch das dolchartig be- arbeitete Knochengerät Abb. 15, 1; auch andere Knochengeräte und Werkzeuggriffe aus Horn und Bein fehlten hier nicht. Die oberste, also eisenzeitliche Schicht war an Keramikfunden nicht sehr ergiebig. Eine Auslese besserer Stücke zeigt Abbildung 13. Da Hild seinerzeit auf der südlichen Kuppe in den oberen Schichten besonders Scherben der frühen Eisenzeit (Hallstattkultur) gefunden hat, dürfte wohl auch mindestens ein Teil dieser Periode angehören. Besonders auffallend ist das Stück Abb. 13. 7. mit den Rillen, dem Würfelaugen- und Eirlandenmuster. Die Meinungen über die Kul- turzugehörigkeit dieses Stückes gehen einstweilen noch auseinander. Rheinberger hat 1935 auf dem südlichen Teil des Platzes ein Rand- stllck gefunden, das Hild im Jahrb. 1935. Abb. 6, 15 abbildet. Es zeigte sich nun, dah dieses Rundstück sogar vom gleichen Eefäsz ist und dieses bis zum Rand ergänzt. Das ergänzte Profil kann vielleicht doch einen deutlicheren Hinweis geben. Auf dem Borscht hätte man auch Funde der Melauner Kultur erwarten dürfen, wie wir sie von anderen Fundplätzen in unserm Lande, von Eutenberg und Lutzengütle her kennen — auch der Montlingerberg ist nicht weit — doch hat sich bis jetzt noch nichts davon gezeigt. Ueber die eisenzeitliche Besiedlung des Borscht sind wir also noch nicht im klaren, es scheint aber, das; sie mehr in die früheren Pe- rioden fällt. Eine weitere Grabung kann da vielleicht bessere Ein- sichten vermitteln. I) Karl Keller-Tarnuzzer, Bericht über besondere Kleinfunde am Eschnerberg. Jahrb. d. Sistor. Vereins f. d. Fürstentum Liechtenstein 1941. 5 5
        

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