— 44 — Die Scherben der frühen Bronzezeit auf dem Borscht gehören zum großen Teil zur groben Eebrauchskeramik. (Abb. 11 u. 12). Zum Teil sind sie unverziert (Abb. 11, 1. 2. 3. 4); andere haben über den Rand verlaufende Fingereindrücke. (Abb. 11, 5 u. Abb. 12, 1 u. 13). Bei vielen Scherben verläuft eine Fingertupfenleiste etwas unterhalb des Randes (Abb. 11. 6 u. Abb. 12, 1. 2. 6. 7. 13. 14.). Manche haben sowohl senkrechte als auch wagrechte Leisten, die ent- weder Fingertupfenleisten sind (Abb. 12, 5. 6) oder spitze Leisten (Abb.12, 12). Die mehrfach vorkommende einfache oder doppelrei- hige Kerbung an den Eefäßkcmten ist meist mit einem Instrument ausgeführt (Abb. 11, 8. 9. 10. 12). Manchmal läuft diese Kerbung nicht über den ganzen Umfang der Gefäße, sie setzt dann in bestimm- ten Abständen immer wieder aus (Abb. 11, 9). Die umlaufenden Tupfenleisten sind häufig zu lappenförmigen Erifsknubben aus- gebildet. In einigen Fällen läuft die Tupfenverzierung über die Knubben hinweg (Abb. 11, 7. 11). Zapfenartig aus dem unverzier- ten Stück herausragende Knubben haben die Scherben Abb. 11, 13 u. 12, 15. Aber auch die Feinkeramik fehlt auf dem Borscht nicht ganz, Beispiele dafür sind die beiden feinen Stücke mit Rillen und Kerbung Abb. 12, 8 u. 9. Im ganzen ist zu sagen, daß die früh- bronzezeitliche Keramik vom Borscht alle Kennzeichen aufweist, die als typisch für diese Periode gelten. '). Von den in dieser Schicht gefundenen Bronzen sind besonders bemerkenswert die beiden Bronzedolche Abb. 14, 32 u. 33. Das längere Stück mißt 9,5 cm. Von den ursprünglichen vier Nietlöchern sind noch zwei erhalten, zwei sind ausgebrochen. Die heutige Form deutet darauf hin. daß das Stück auch als Messer gebraucht wurde. Der Dolch Nr. 33 ist, im Gegensatz zu Nr. 32, sehr schön satiniert. Gegen den Griff zu ist ein Teil abgebrochen. Die Länge der Klinge beträgt noch 7,5 cm. Die Rollennadel (Abb. 14, 31) hat einen eigenartigen, dreieckigen Querschnitt. Das Bronzeblech Abb. 14, 24 kommt ebenfalls aus dieser Schicht. Daß aber in dieser Zeit, neben den ersten Metallwerkzeugen, auch noch geschlagene und geschliffene Steinwerkzeuge in Gebrauch standen, bezeugen die verschiedenen Steinbeil- und Silexfunde' ein solches Steinbeil der frühen Bronzezeit zeigt Abb. 16. 9. Nach 1) Vergl. E. Vogt. Frühbronzezeitlich« Keramik, in Jahresbericht d. Schweiz. Landesmuseums 1S3K.
        

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