- 39 Links unten, gegen den östlichen Rand des Platzes, zeichnet sich im Prosil deutlich die schwarze, dünne Schicht der Rössener Kultur ab. Sie liegt direkt auf dem Fels, und sie dürfte sich auch noch weiter unter dem hier nicht ganz entfernten Wall nach außen hin fortsetzen. Darüber haben wir ein jedenfalls zum Zwecke der Aus- cbnung des Platzes aufgeschüttetes, fundleeres Band von gelbem Löß. Dann folgt die schwarze Horgener Schicht, die am Wallausgang (links im Bild) voin srühbronzezeitlichen Wall überlagert wird. Sie fällt im Profil wegen ihrer schwarzen Färbung besonders auf. Ueber die Horgener Schicht folgt wieder eine dünne, fundleere Schicht, besonders gegen das Innere des Platzes. Rechts vom innern Haupt des älteren Walles schließt sich nun die Schicht der frühen Bronzezeit an. Wir bezeichneten sie während der Grabung auch als „Steinlischicht", wegen der vielen kleinen Steine, die wir darin vorfanden und die auch im Profil gut sichtbar sind. Was über die- ser Schicht liegt, gehört zum eisenzeitlichen Wall, an den sich dann, vom Innern des Platzes her, die letzte (eisenzeitliche) Siedlungs- schicht anschließt. Die Höhe des ganzen Profils beträgt, vom Fels- grund bis zur Wallmitte gemessen, 1,9 m. Ein weiteres Profil (1) haben wir vom Walldurchschnitt im Graben 1 aufgenommen. Dort zeigten sich ähnliche Verhältnisse, die Kulturschichten gehen teilweise bis auf den Felsen. Auffallend ist in diesem Profil, wie die frühbronzezeitliche Schicht oben mit einer starken, schwarzen Brandschicht abschließt, die wohl von einem Hüttenbrand herrühren dürfte. Schöne Profile ergaben auch die Walldurchschnitte 2 und 3. Das Profil 2 zeigte ganz außen auf dem Plateaurand, unten aui dem Felsen, eine dunkle Schicht, die auch der Rössener Kultur an- gehören dürfte. Das Prosil des Grabens an der Nordspitze des Platzes ist 2.5 m hoch. Der Fels setzt sich hier treppenartig nach außen ab. und besonders am Wallausgang scheinen die Verhältnisse kompliziert zu sein. Gegen dos Innere des Platzes zu konnten wir alle beim Profil 1 a vorhandenen Schichten feststellen! ob hier auch noch die Rössener Schicht vorhanden ist. ließ sich noch nicht ermitteln. Die Gräben wurden, soweit sie Kutturschichten zeigten, noch nichl zugeschüttet und eine kommende Grabung kann an Hand der auf- genommenen Prosile größere Felder uiitersuchen.
        

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