— 32 — Die Sondierungsarbeiten. Quer über den südlichen Rand des Erabungsplatzcs wurde zu- nächst ein Sondiergraben gezogen und dabei der Wall in östlicher Richtung durchschnitten (Abb. 1, Graben l). Kulturschichten zeigten sich nur im östlichen Drittel dieses 35 m langen Grabens, der zum größten Teil bis auf den Fels ausgehoben wurde. Die Humusschicht war 15 — 20 cm mächtig. Darunter lag gelber Löß, der die Ver- tiefungen im Fels ausfüllte. Auf der Westseite lag der Fels stel- lenweise direkt unter dem Humus. Der Westwall war noch in Spu- ren zu erkennen. Im Ostwall betrug die Tiefe, von der Wallkrone bis auf den Fels, zwei Meter und dort ergab sich ein gutes Pro- fil der Kulturschichten. Quer zu Graben 1 wurde in Richtung 8V — i>10 ein zweiter Sondiergraben ausgehoben und zwar in seiner ganzen Länge bis auf den Fels (Graben 2). Auch hier wurde der Wall im rechten Winkel durchschnitten. Etwa zehn Meter vor der Wallmitte zeig- ten sich die Kulturschichten, die stellenweise, besonders außerhalb der Wallmitte, bis auf den Felsgrund gingen. Parallel zu Graben 2 wurde im östlichen Teil des Platzes ein Graben mit Walldurchstich ausgehoben (Graben 3). Hier zeigten sich überall Kulturschichten. Die Gräben 4 und 5 wurden wieder parallel zu Graben 1 gezogen. Im Graben 4 zeigten sich überall Kulturschichten, die gegen den Ost- wall hin an Mächtigkeit zunahmen. Auffallend war hier die rote Färbung der Schicht über dem Löß in 60 cm Tiefe und in einer Breite von etwa zwei Meter, beginnend zwei Meter östlich von Graben 2. Auch in Graben 5, von Graben 2 gegen den Westwall hin, reichten die Kulturschichten bis auf den Fels, der stellenweise allerdings schon in einer Tiefe von 60 cm zum Vorschein kam. Interessant ist hier der oberflächlich nicht mehr sichtbare Wallkern, den Abb. 7 zeigt. Durch einen letzten Sondiergraben wurde auch noch der Wall an der Nordspitze des Platzes durchschnitten und zwar durchwegs bis auf den Fels, der hier treppenartig abfällt. Die Tiefe des Grabens betrug in der Wattmitte 2,5 m. Die Profile dieser Sondiergräben zeigten deutlich, daß die Wallanlagen nicht von den ersten Siedlern angelegt wurden, da sich unter den Wallresten überall noch Kulturschichten durchziehen! eine Ausnahme bildet die Westseite des Platzes, wo die Wallreste
        

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