— 17 — führungen wurden vielfach vorbehaltlos übernommen. Dies ist um so verständlicher, weil er teilweise an unsere älteste Schulkarte, die noch nicht aus allen unseren Häusern und vor allem nicht aus der Erinnerung verschwunden ist, wieder anknüpfte. So ist es auch nicht allzu sehr verwunderlich, daß im offiziellen Reiseführer, welcher im Jahre 1933 durch Hinderer Erwin herausgegeben wurde, die An- sichten Flaigs voll zum Durchbruch kamen. Dr. Christian Schumacher, welcher im Jahre 1929 eine Disser- tation über „Geologische Untersuchungen im nordwestlichen Rhäti- kon" an der Techn. Hochschule in Berlin vorlegte, verwendet immer wieder den neu aufgekommenen Ausdruck „Dreischwesternkopf" für den Punkt 2052,3 m, auch findet man bei ihm die Begriffe „Drei- schwesternkamm" und „Dreischwesterngruppe". Im Gegensatz zu Dr. Schumacher benützt Dr. Otto Ampferer in seinen „Geologischen Beroegungsbrlder vom Westende des Rhäti- kons", welche im 1938er Jhb. des hist. Vereins f. d. F. L. zum Abdruck kamen, den Ausdruck „Dreischwesternkopf" nie. Der Punkt 2052,3 heißt bei ihm einfach „Drei Schwestern". Hingegen schreibt der Feldkircher Eymnasialprofessor Karl Eunz in seiner im 1946er Jhb. des hist. Vereins f. d. F. L. veröffentlich- ten „Geomorphologischen Skizze von Liechtenstein" mehrmals vom Dreischwesternkopf. Ferner taucht bei diesem Autor der Begriff „Dreischwesternzug" auf, und versteht darunter ganz unzweideutig das Gebiet vom Sarojasattel bis Bargellajoch. Pfarrer Anton Frömmelt berührt in seinem Buch „Die Brief- marken für Liechtenstein" auch das Problem der Namengebung im Drei Schwesterngebiet. Folgen wir seinen Ausführungen auf S. 55 '. „Wo sie nun sitzen, selbst die Ortskundigen sind darüber uneins, weil da und dort die kahlen Felszacken zu dreien stehen. Drei mächtige Köpfe beherrschen den langezogenen Grat, der vom Rojasattel jäh anspringend zackig und kahl herüberzieht an den Sattel von Bargella ob Eaflei. Earsellakopf, Kuhgrat und Eaflei- spitze mit einer mittleren Höhe von 2100 m bilden den eigent- lichen Dreischwesternzug. Die drei Zacken, die vom Garsellakopf ostwärts gegen die Samina vorspringen, sind die drei steinernen Schwestern, heißen heute aber auch Planknertürme, und der
        

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