— 14 — „Weiße Schroffen" (Punkt 2652,3) in Drei Schwestern umgetauft. Eine Begründung für diese Umbenennung konnte ich bei den Akten nicht finden. Im Jahre 1924 gab Walther Flaig eine „Uebersichtskarte des Rhätikons" heraus, welche hierzulande vor allem in Bergsteiger- kreisen eine weite Verbreitung fand. Walther Flaig trug in seiner Karte den Punkt 2052,3 m unter dem Namen Drei-Schwestern-Kops ein, die Planknertürme wurden wieder mit Drei Schwestern be- zeichnet und das ganze Vergmassiv vom Sarojasattel weg bis Kuh- grat erhielt zudem den Namen „Drei-Schwesternberg". In der kürzlich vom St. Galler Verkehrsverein herausgege- benen Vogelschaukarte „St. Gallen-Appenzell" wird als Drei- schwestern der ganze Eebirgszug vom Bargellajoch bis Sarojasattel bezeichnet. Noch vielgestaltiger und verwirrender sind aber die Benen- nungen in diesem Gebiete in Abhandlungen namhafter in- und ausländischer Autoren. Ich lasse eine ziemlich lange Reihe von Pro- ben folgen, um den großen Durcheinander aufzuzeigen. Anno 1866 brachte die „Gartenlaube" einen längeren Artikel über „Die kleinste deutsche Residenz (Ein gemütliches Genrebild aus der deutschen Reichsconfusion".) Darin wurde neben den politischen und wirtschaftlichen Ver- hältnissen in Liechtenstein auch die Eigenart der hiesigen Landschaft geschildert. Das alte Schloß Vaduz liegt gemäß dieser Schilderung auf „steilen Felsen, den Abhängen des Schwesterngebirges". Im Jahrgang 1960 der Zeitschrift des Deutschen und Oester- reichischen Alpenvereins veröffentlichte A. Rothpletz einen sehr inte- ressanten Aufsatz unter dem Titel „Geologische Wanderungen im Rhätikon". In einer beigegebenen Kartenskizze bezeichnet Rothpletz das Gebiet zwischen Sarojasattel und Vargellajoch mit dem Sam- melnamen „Dreischwesternkamm". Als Drei Schwestern sieht dieser Geologe den Punkt 2652,3 m an, was sich einwandfrei aus der vorerwähnten Kartenskizze und dem seinen Ausführungen wörtlich entnommenen Satze ! „Unser Weg führt uns nun von der Garsellen- alp auf den Gipfel der Dreischwestern und von da über den Earsel- lenkopf und Kuhgrat zur Gaflei" ergibt.
        

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