— 113 — Er gedachte weiter des Hinschcidens Weiland Ihrer Durchlaucht der Fürstin-Witwe Elsa von und zu Liechtenstein, für welche ein Nachruf in diesem Bande des Jahrbuches enthalten ist. Ferner gedachte der Vorsitzende des am 14. November 1917 zum 20. mal sich jährenden Todestages des H. H. Prälaten Johann Baptist Büchel und der Tätigkeit Büchels als liechtensteinischen Geschichtsforschers. Dem Vereinskassier, Herrn Oberlehrer David Beck, wurde nach Erstattung des Nechnungsberichtes unter Verdankung seiner Arbeit einhellig Entlastung erteilt. Im Anschluß an die Vorträge des Herrn Oberlehrers David Beck über die Ausgrabung am Borscht und des H. H. Canonicus Frömmelt über den Gräberfund in Schaan sowie über den Stand der Inventarisierung der Denkmäler unseres Landes fand noch eine angeregte Aussprache statt. In dieser Aussprache wurde unter an- derm von Herrn Neallehrer Frei darauf hingewiesen, daß un- sere Ausgrabungen vom vergangenen Sommer mit ihren Ergebnis- sen Bedeutung nicht aNein für Liechtenstein und die angrenzenden Gebiete, sondern für einen größeren mitteleuropäischen Raum ha- ben. Es handelt sich dabei besonders auch um die weitere Abklärung der sogenannten Nössener-Kultur, einer früheren Stufe der Jung- steinzeit. Herr fürstl. Lnndesphysikus Dr. M. Risch regt an, die noch vorhandenen alten Dorfplätze und Straßenbildcr auszubewahren und soweit möglich zu erhalten, und der Vorsitzende wünscht, daß ältere Ansichten aus unseren Dörfern gesammelt werden möchten, um die Entwicklung unserer Landschaft im Bilde festzuhalten. Nach dreistündigem angeregtem Verlauf der Versammlung wurde diese mit einem dreifachen Hoch auf das Durchlauchtigste Fürstenpaar und das hochfürstliche Haus geschlossen. In seinem Schlußworte wies der Vorsitzende noch darauf hin, daß die Arbeit des historischen Vereins unserem Heimatland und der Geschichts- forschung gelte, daß die Arbeit des Vereins nicht Selbstzweck sei und daß wir erwarten dürfen, in wenigen Jahren wertvolle Sammlun- gen als Landesmuseum der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Es mögen dem Verein die bisherigen Sympathien und die bisherige Förderung seiner Bestrebungen auch weiter erhalten bleiben.
        

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