— 105 — Ohren abschneiden, durch Bakkhen und Stirnen Brennen, Finger abhauen und dergleichen zwey Gulden, jedesmahl aber für Strikt) und Handschuch vierzig Kreüzer bezahlt werden. Am fünfften. wann der Scharffrichter beym richten eines Knecht zu gebrauchen nöthig ist, soll demselben Knecht für die Mahlzeit 15 Kreüzer geraicht werden. Sechstens so der Scharffrichter ein Persohn peinlich zu be- fragen, soll ihme des Tags für alles fünfzehn Kreüzer gegeben werden. Zum S i b e n t e n so sich zutragen und bogeben möchte, daß ein Persohn, es wehren weiber oder Männer, einheimbisch oder Fremb- de mit Henkhen, erstechten, ertrinkhen dder in anderm dergleichen, wie dieselbe Nahmen haben möchten, für sich selbsten auch aus ai- genen Muthwilligen und bösen verzwaiffleten Fürsatz vom Leben zum Tod bringen würde /: daroon Eott der allmächtige einen jeden Christen Menschen gnädiglich bewahren und jeder sich selbsten ver- hüeten wolle:/ darauf dann dem Scharffrichter von hoher Obrig- keit wegen befohlen würdet, dieselbe entleibte Persohn auf dem Wasser hinwegzuschwemmen, oder unter und bey dem Hochgericht zu verbrennen oder zu vergraben, so solle als dann dem Scharffrichter von einer joden Persohn für sein Belohnung sechs Gulden /: oder da es von maleficanten Haab und Guth darzugeben, acht Gulden :/ be- zahlt; auch absonderlich die Zehrung und Roßlohn jedes Tags ab- gestattet; zumahlen für den Knecht, so hierzue gebraucht, jedes Tags zwainzig Kreüzer abgerichtet werden, wofern auch der Scharffrichter zu Außschlaiffung oder Ausführung einer solchen Persohn, eines Roß desgleichen Holz zum Brandt, oder Baß zu Verschwemmungderselben Persohn notturftig feyn würde, daß alles solle jhme Scharffrichter von Obrigkeits wegen darzue erkaufst und bezahlt werden. So sich auch zutragen würde, oder möchte, daß sich eine Persohn, wie obsteht, selbsten entleiben und bey derselben einig Geldt, Gold, silber Clein- odren oder Edelgostein, wie dasselb Nahmen hat, zu befinden, soll allessambt anderer entleibten Persohnen Haab und guth der hohen Obrigkeit, darinnen sich dieselbe entleibthe Persohn aufhaltet, ohne alles Mittel einzunehmen zugehören, was aber für Kleyder oder Wöhren, die mit Silber oder Gold nit beschlagen seynd, bey dem- selben entleibten an dessen leib /: als sich derselbe entleibt hat :/ g
        

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