— 104 — Anhang Nr. 22 Bestallung sür den Scharfrichter Hauss Ierg Reichlin in dem Reichsfürsten- thumb Hohen Liechtenstein pro anno 1720 l»ota bene! aus einem alten Bestalungsbrief von Bregenz de anno t57l fall wörtlich entnommen, mit einigen, die lokalen Verhältnisse betretenden. Auslassungen) Zuwiss e n, demnach von dem Durchleüchtigsten Fürsten und Herren, Herren Joseph Johann Adain, des Heyligen Rom. Reichs Fürsten und Regierer des Hauses von und zu Liechtenstein, etc. etc. unserem gnädigsten Landtssürsten und Herren unterm 12-ten no- vembris 1728 gnädigst anbesohlen worden, für den in Dero Reichs- fürstenthumb Hohen Liechtenstein subsistierenden Scharffrichter Hanns Ierg Reichlin ein gleiches Formular nach dem Bregenzischen Spann-Zettel ad ratificandum pro anno 1729 gehorsambst sinzu- schickhen, als ist gegenwärtige Bestallung und Verhaltungs Jnstruc- tion nachsolgendermaszen eingerichtet worden. Erstlichen soll gemelter Magister Hans Ierg Reichlin in diesem Reichssürstenthumb Hohen Liechtenstein, wan und so. oft die Oberbeamte seiner »ottdürfstig werden, sich als ein Nachrichter in allem dem, das einem Scharffrichter zu thun gebühret, gebrauchen lassen. Zu m änderten soll jhme jährlichen zum Warth- und Dienstgeld sambt den hernach beschriebenen seine Beiohnung und Zehrungen aus der Hochsürstl. Verwaltung bezzlnt werden Zweri und fünfzig gülden. Drittens soll das Wasenmeister-Ambt gemelten Scharff- richter in diesem Reichssürstenthumb, so with er dasselbe erraichen und versehen kann, allenthalben zustehen, und jhme durch jemandts darinnen kein Eintrag oder Eingriff beschehen. Für das Vierte solle dem Scharfrichter von jedem großen Richten, als mit dem Rad, Viertheilen, Brandt, lebendig vergraben, sechs Eulden, und fahls dergleichen Sveesen aus der maleficanten Haab und Euth darzunehmen, acht Eulden; — von dem Kleinen Nichten aber, als mit dem Schwerdt, Strang und ertrinkhen für sein Belohnung vier Eulden, hingegen mit Ruthen ausschlagen,
        

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