Lößschicht, eine braune, fundleere Schicht, nur etwa 10 cm stark vor- handen. Es scheint, daß hier, wohl am Rande der einstigen Siedlung, die Kulturschicht allmählich auskeilt. Zusammenfassend kann Folgendes gesagt werden: Gut 9v°/o aller Scherbenfunde kommen von den beiden Sondierstellen in der Nähe des Felsens, also aus Graben I und II. Diese Scherben haben weitaus zum größten Teil den Charakter einer groben Eebrauchs- keramik, die mit Fingereindrücken oder Kerben, besonders am Rand, verziert ist. Die Scherbenhäufung an diesem Platz ist sehr auffällig i so wurden allein in Graben II etwa vierzig Bodenstllcke von ver- schiedenen Gefäßen gefunden. Direktor A. Hildin Bregenz, dem eine Anzahl charakteristische Funde vom Malanser vorgelegt wurden, hält dafür, daß der größte Teil davon gleichartig mit denen ist, die er auf der Heidenburg bei Göfis (Vorarlberg) gefunden hat.') Demnach würde es sich um Keramik der älteren Urnenfelderkultur handeln (Bronze 0 — Hall- statt ^ nach Reinecke). Hild erwähnt, daß die außen mit Finger- kerben verzierten Randstücke typische Profile der Urnenfelderzeit aufweisen und daß sowohl die Scherben Abb. I, 1 und 2 mit den über die Eefäßoberfläche verlaufenden Fingereindrücken, wie auch die Stempelkerbschnittscherbe Abb. I, 10 ihre Gegenstücke auf der Heidenburg haben. Diese Funde würden demnach etwa der Zeit um rund 1W0 v. Chr. angehören. Als Zeugen einer eventuellen früheren Besiedlung haben wir bis jetzt nur die beiden Steinbeilfunde. Daß aber der Malanser noch später, bis in die späte Latenezeit, besiedelt war erscheint wahr- scheinlich. Metallfunde, die zur Datierung sehr viel beitragen könn- ten, fehlen uns leider ganz. Schweizerische Fachleute wollen sich, bis mehr Material vom Malanser vorliegt, dazu noch nicht äußern. Es ist zu hoffen, daß der Historische Verein auf dem Malanser baldmöglichst eine größere Untersuchung durchführen wird, die nach den bereits vorliegenden Resultaten sicher äußerst wertvoll und auf- schlußreich für die Siedlungsgeschichte des an vorgeschichtlichen Sied- lungsplätzen so reichen Eschnerberges werden dürfte. 1) Vergib Jahrbuch 1940 und 1941 des Vorarlberger Museumsvereins. Die Heidenburg bei Eösis von A, Hild.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.