— 77 — dern entstehende Mittelfeld auf der größten Auswölbung, ca 12 mm breit, trägt eine ebenfalls dreistrichige Zickzacklinie, die dies Band in Dreiecke aufgliedert. Unter der unteren Horizontallinie spitzunten gekehrt reiht sich ein Band von größeren Dreiecken mit paralleler Strichfüllung wie ein Eewebeumhang. Die Strichrichtung ist teil- weise in Gegenrichtung geführt, ob mit Absicht, um einen Angleich mit dem Zickzackband zu schaffen oder aus zufälliger Handführung, ist an diesem Stück nicht klar ersichtlich. Im Material von der Heiden- burg bei Göfis sind Scherben grundsätzlich gleichen Ornamentcharak- ters aber mit Rautenfüllung (vgl. A. Hild, Die Heidenburg bei Göfis, Ausgrabungsbericht 1939, Abb. 8). Denken wir uns die Raute vom Horizontalband durchschnitten, kommen wir auf unsere Form. Unter den Spitzen der Dreiecke sind je zwei kleine, nach unten aus- gezogene Punktverzierungen angebracht, die sich wie Quasten aus- nehmen. An diesen ist besonders deutlich das Instrument des Zier- kllnstlers ersichtlich, das ein zwar nicht all zu scharfes, aber fein- spitzes Messer gewesen, mit dem er einigemale ansetzt, um einen solchen gefransten Punkt herauszubringen. Weiterhin ist eine kleine Oese in der Rille des Horizontalbandes sehr auffällig. Prof. Dr. Vogt vom Landesmuseum in Zürich ergänzt anhand dortigen Fund- materials diese Oese in allen Vandrillen und erklärt, daß diese dazu dienten, Schmuckschnüre von verschiedenen Farben um das Gefäß zu legen und zu befestigen. In schweizerischen Pfahlbaufunden war dieser Schmuck teilweise noch erhalten. Es bedeutet dieser far- bige Schnürenschmuck eine recht bemerkenswerte Bereicherung des Ornamentes für ein so kleines Gefäß. Die Schale hat in der nörd- lichen und östlichen Nachbarschaft in Vorarlberg und Tirol wenig Vergleichsanhalte, ist aber stärker im schweizerischen Fundgut dieser Zeit vorhanden (Mitteilung A. Hild und Dr. Vogt. Nach Mit- teilung des Herrn Reallehrer B. Frei fand sich im Siedlungsgut von Kastels bei Mels eine Zittschale gleicher Form und gleichartiger Verzierung. Die vorhandenen Scherben sind im Bruch und Orna- ment recht gut erhalten und ergeben ca -/s des ganzen Gefäßes. Das Schälchen ist vom Landesmuseum in Zürich in verdankens- werter Weise restauriert worden. 3. Die Vestattnisurne ist kaum mit Sicherheit in ihrer Form wiederherzustellen. Die Scherbenreste sind zwar sehr viele, aber schlecht erhalten und bis zu kleinsten Stücklein zerfallen, weil von
        

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