— 70 — reichlich Kalktuff niederschlägt. Der Kalk wird aus dem Löh auf der Schloszterrasse ausgelaugt. Im Erblebach entspringt oberhalb des alten Weges nach Rotenboden bei ca. 830 m eine Quelle aus dem Flysch mit 41.5« Totalhärte bei 9.5° C. Nördlich des Hauses Erble zeigte man Schumacher eine Quelle, deren Wasser die Milch zu scheiden vermag. Es erwies sich als typisches Eipsroasser, das von der Terrasse von Provatscheng (Raibler-Schichten und Arlbergkalk) herstammt mit 67° Totalhärte bei 8° C. Im nördlichen Flyschgebiet sind noch viele kleinere Quellen zu treffen. Sie erweisen sich aber als hart bis sehr hart. Am steilen, mit Eehängeschutt dicht bestreuten Westhang des Flysches wäre meiner Meinung nach reichlich Wasser zu finden. Hier liegen näm- lich die Verhältnisse folgendermaßen: Der Westabhang des basalen Flysch ist sehr steil und reichlich mit Eehängeschutt überstreut. Da der Steilabhang außerdem dicht bewaldet ist, verfällt der Nieder- schlag weder der Verdunstung noch der raschen Abfuhr mit Aus- nahme der engen Tobel und Rüfirisse. Der Niederschlag sowohl wie das an tonigen und mergeligen Zwischenlagen austretende Erundwasser sickert in dem Schuttbelag bis in die Ebene herab, wo es dann als Stauwasser in Eräben und Vertiefungen austritt. In vielen Fällen liegt der Gehängeschutt auf abgerutschten Morä- nen, die sich am Eehängefuß anstauten. Da der Moränenschutt mehr oder weniger wasserundurchlässig ist, tritt das Schuttwasser öfters am Schuttwechsel als Quelle zutage oder verliert sich allmählich im Gelände. Auf jeden Fall wäre das im Eehängeschutt ablaufende Wasser an der Schuttgrenze leicht zu fassen und der Wirtschaft zu- gänglich zu machen. Oft wäre wohl der hohe Härtegrad in Kauf zu nehmen. Liechtenstein ist geologisch wie morphologisch ein sehr interessan- tes Gebiet und beherbergt auf kleiner Fläche interessante geologisch- morphologische Erscheinungen.
        

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