— 67 — fällt uns bei 1466 m eine deutliche Eehängestuse auf. Diese Stufen- ansätze verlieren sich erst im südlichsten rein glazialen Talkörper. Auch im Valorschtal liegt ein gewaltiges nacheiszeitliches Erosions- gebiet vor uns. In der Fortsetzung des Flysches vom Bargellajoch ist eine glaziale Talschulter in 1500 m Höhe und auch im Dolomit- hang gegenüber sehen wir in gleicher Höhenlage die rechte glaziale Talschulter. Die glazialen Sammelböden liegen in ungefähr 1700 m Höhe. Das mittlere und äußere Valorsch ist mindestens durch die nacheiszeitliche Erosion 200 m tief ausgeräumt. Ungeheure Schutt- massen überlagern die tiefste Talsohle. Der Valorschbach pendelt in seinen Schottern, die er hauptsächlich aus dem Eehängeschutt des obersten Talteiles und den Bergstürzen erhält. Seine Mündung ist schlauchartig verengert und der frühere Kolk ist mit mächtigen Schuttmassen verschüttet. Die äußerst geringe Zunahme der Höhe des Talbodens der Samina nach Süden liegt in den Stauungs- erscheinungen, denen die Gletscher der Nebentäler in der letzten Haupteiszeit und besonders im Bllhlstadium unterlegen waren. Neben dem leicht verwitterten Schutt des Flysches tritt be- sonders der Hauptdolomit als Schuttbildner auf. Seine großen, hellen Eehängeschuttmassen, vermischt mit Schutt der Raibler Schich- ten, umsäumen den Fuß der steilen Wände und sind der Hauptschutt- lieferant der Flüsse. Der Rhein hat in seiner ungestörten Tätigkeit riesige Eeschiebemengen aus die Moränenmassen des Rheintales abgelagert und den bis Chur reichenden Bodensee aufgefüllt. Diese natürliche Aufschotterungstätigkeit wurde dem Rhein durch die Ein- dämmung genommen. Es blieb aber die Schuttlieferung im Ge- birge, trotzdem durch Verbauungen vorgebeugt wurde. Die Zug- kraft des Rheines im Bodensee-Rheintal hat aber immer abgenom- men und nur einen Teil des Geschiebes erreicht heute den Vodensee. Viel Schutt bleibt im Rheinbett liegen. Dadurch steigt der Wasser- spiegel immer höher über den Talboden. Wie die Ueberschwemmun- gen am 25. September 1927 beim Dammbruch bei Schaan gezeigt haben, besteht heute eine große Gefahr für das Rheintal bei Hoch- wasser, da der Wasserspiegel mehrere Meter über der Talsohle liegt. Die Dammerhöhungen heben eine solche Gefahr nicht auf, sondern schieben sie nur zeitlich hinaus. Die Regierung des Kantons St. Gallen ist sich dieser Gefahr bewußt und fördert eine weitgehende Ver-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.