— 60 — und andererseits wegen seiner Bruchnatur von präglazialen Tal- böden wenig erhalten. Schumacher vermutet sichere Reste in der Terrasse von Planken in 770—800 m, wie auch in der höheren Ter- rasse von Oberplanken in 950—1000 m. Die Terrasse von Planken hält sich dabei an die Grenze von Flysch-Sandstein und obere Flysch- kalkgruppe. Vielleicht gehört zu den Plankner-Terrassen auch die von Hinter-Provatscheng in 1000—1060 m. Die Schloßterrasse in ungefähr 600 m ist eine tiefere Erosions- terrasse. Die Schlofzterrasse weist auch eine spezifische postglaziale Boden- art, den Löß auf. Mousson schreibt darüber: Rechts vom Rhein zeigt sich am felsenreichen Abhang zwischen dem Städtchen und dem Schloß Vaduz ganz lößartiger Sand in bedeutender Ausdehnung, in der Höhe von etwa 50—150 Fuß über dem Rhein, dem Kalkstein auf- und angelagert. Dieser Löß wurde von Arnold Escher von der Linth gefunden. Früh beschreibt den Löß des St. Galler Rhein- tales eingehend. Die von Mousson erwähnte Oertlichkeit liegt zwischen dem Steinbruch beim Friedhof Vaduz und dem Schloß am Weg durch den steilen Wald. Der im Fegetiloch oberhalb der Fahr- straße geholte Fegsand ist Löß. Am Weg vom Schloß zum Langacker findet man überall am Wegbord Löß ungefähr 3 m mächtig. Aus einem Aufschluß beim Kugelfang des Exerzierplatzes meldet Schu- macher ca. 20 cm Humus, ca. 150 cm Löß, ungeschichtet mit Pupa und Helix, ca. 150 ^ x cm Rheingletscher-Moränen. Auch am nördlichen Ende der Terrasse bei llnter-Quadretscha findet man Löß, der auf Rheingletscher-Moränen liegt. Die ganze fruchtbare Schlotzterrasse ist von Löß bedeckt. Schumacher fand darin unter anderen Pupa muscorum und Helix hispida. Der Löß ist terrassiert. Weiter treffen wir Löß an der alten Strahe nach Triesenberg im Walde in etwa 330 m über dem heutigen Rhein. Weiter nördlich, wo sicher noch Löß vorhanden ist, ist er wegen starker Eehängeschuttüberdeckung nicht zu finden. Er kam vom Nor- den das Rheintal herauf und setzte sich im Windschatten nieder, besonders in den Eehängebuchten. Dem Löß nördlich vom Schloß Vaduz wird viel Kalk durch Sickerwasser entzogen. Das ganze Triesenberg-Bergswrzgebiet ist ohne Lößbedeckung.
        

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