— 39 — licht, die alle mehr oder weniger auf die tektonische Entstehung des Rheintales hindeuten. Schneider hat in seinen Ausführungen geschlossen, dah nach Entleerung des subteranen Magmakanales die oberflächlichen Bruchtrümmer nachgesunken seien und gelegentlich immer noch sich weiter setzen. In diesem Falle wären diese eigen- tümlichen lokalen häufigen Erschütterungen besonders gerade in der Eötzner Bucht leicht zu erklären. Vlumrich hat schon in dem schon erwähnten Sonderabdruck des Vereines für Geschichte des Boden- sees, gestützt auf die neueste Literatur: Dr. Hans Renz, Zur Geo- logie der östlichen St. Eallisch-Avpenzellischen Molasse, Jahresbericht der St. Gallischen Naturwissenschaftlichen Gesellschaft. 69. Bd., 1937/ 38 und P. Franz Muheim, Subalpine Molassezone im östlichen Vorarlberg. Eclogae geologicae Helvetiae, 27. Bd. Nr. 1/1934 und auf seine mehr als 46jährigen Forschungen das Vodensecrheintal als tektonisches Gebilde dargestellt und wird in vielleicht kurzer Zeit diese Frage ausführlicher behandeln. Die Unmöglichkeit, die ge- nauen Tiefenverhältnisse der diluvialen und alluvialen Aufschüt- tungen genau zu erkennen, der Mangel, ein genaues Querprofil durch die hervorragenden Bruchgebiete zu zeichnen, lassen natürlich eine Menge Fragen ossen. Immerhin sind die bisherigen Forschungs- ergebnisse genügend, um die Frage nach der Entstehung des Rhein- tals mit einiger Sicherheit zu beantworten. Schneider, auch ein Anhänger der tektonischen Entstehung des Rheintales, hat in einem Sonderabdruck aus eclogae geologicae Helvetiae, Vol. 22, Nr. 2 1929 „Ursachen der Rheintalsenkung", seine Anschauung dahin geäußert, daß die kulissenartig hintereinander auftretenden Steilabstllrze tek- tonische Bruchwände seien. Schumacher verwirft diese Anschauung mit Recht. In den Tobeln der Rappensteiner- bis Forst-Rüfi finden wir keine Spur von einer streichenden Verweisung. Die Kulis- sen decken sich mit der Lage der Anisischen Kalke, Arlbergschichten und Hauptdolomite, während die flacheren Eehängeteile den Part- nach- und Raiblerschichten entsprechen. Auch der Flyschvorsprung bei Nendeln (unterhalb Planken), den Gletscher und Fluh stehen liehen, besteht aus dem äuherst harten Flysch-Sandstein, während die Nische bei Schaan (heute von dem großen Bachschuttkegel bedeckt) und dem gegenüberliegenden Werdenberg aus weicheren Gesteinen bestehen. Es sind Flyschkalke und Wildflysch (obere Kreide am Stau- dener Bach). Im Rheintal ist einerseits wegen des steilen Gehänges
        

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