— 55 — sich eine leichte Alpwanne gegen Valorsch hin. Beidseitig ist sie von Eehängeschutt überdeckt oder begrenzt. Es ist dies die Alpe Euschg. Ihr Boden ist reiner Elaziallehm. Dieser zieht sich auch in die Valorschsenke hinein und steht am linken Talgehänge bis unter Alpe Hinter-Valorsch an, wo sie unter Eehängeschutt verschwindet. Unter dem Euschgfieljoch liegt ebenfalls in einer Höhe von 170V m eine von Elaziallehm überfüllte Mulde, die sich als alter Eletscherboden darstellt. Zur Bühlperiode waren die mit mächtigen Eismassen be- deckten sanften Mulden und Wannen miteinander durch das Gletscher- eis in Verbindung und schoben ihren Abfluß zum größten Teil durch das Valorsch dem Saminagletscher zu. In der folgenden Eschnitz- periode waren die ehemaligen Eletscherböden von lokalen Firn- feldern bedeckt, die aber miteinander nicht im Zusammenhang stan- den. So kam es im Valorsch nicht zur Bildung eines eigentlichen Eschnitzgletschers. Es ist mir auch trotz öfteren Besuches des Valorsch nicht möglich geworden, eine Spur einer Eschnitzendmoräne zu ent- decken. Dagegen ist das Tal von ungeheuren Eehängeschuttmassen erfüllt. Vom Schönberg herunter führt eine Bergsturzbahn über Mittel-Valorsch bis an den Bach hinunter. Am Westgehänge des Dreischwesternzuges finden wir Moränen des Rheingletschers. Die Höhenlage derselben ist vielfach unklar, da sie an dem überaus steilen Gehänge und den steilen meist wenig Berme aufweisenden Stufen mehr oder weniger verrutscht sind. Viele Moränen sind an den Eehängefuß abgerutscht, wie wir sehen werden. Am weitesten südlich finden wir Moränen auf den Terrassen von Frommenhaus in ungefähr 900 m und Masescha unterhalb 1300 m Höhe, wo sie scharf am Gebiet des Triesenberg-Bergsturzes abstoßen und zum Teil, wie auf der Terrasse des Schlosses Vaduz, von Löß bedeckt sind. Im Flnschgebiet des Triesenberg werden sie von Eehängeschutt bedeckt. Die steilen Prallhänge des Eipsberges und der Kuhgratspitze boten den Moränen keinen Hatt, sodaß wir Moränen erst wieder auf den Terrassen von Planken in etwa 700 m und Oberplanken in rund 1000 m vorfinden. Am linken Ufer der Nendler Rüfe sind sie am besten aufgeschlossen. Ueber der Moräne von Oberplanken liegt in etwa 1050 m Höhe ein erratisches Block- paar. Auf der Terrasse von Planken liegt westlich der mächtigsten Moränenanhäufung ebenfalls ein erratischer Block. Eine nördliche Fortsetzung der Plankner-Moräne verläuft in gleicher Höhe gegen
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.