— 52 — gefunden. Aber unverkenntliche Schliffspuren auf dem Flysch nörd- lich des Pilatus haben in mir Zweifel erweckt. Vom Kulmsattel sind ungeheure Mengen Blockmaterial als Triesner Bergsturz ab- geglitten, sodaß seine ursprüngliche Höhe sich weit über der Grenze der Uferlinie des Rheingletschers befand. Also hier konnte zur Hoch- eiszeit kein Ueberfluß stattfinden. Zur Bühlzeit stand auch noch der lokale Gletscher des Samina und Malbun in Verbindung mit dem Jllgletscher, jedoch bestand vom Rheingletscher in das Samina- gebiet keinerlei Ueberflusz mehr. Die Lokalgletscher mögen in dieser Entwicklungsstufe vielleicht in imposantester Erscheinung bestanden haben. Das oberste Saminatal stellt, einen tiefen Taltrog dar mit einem engen, zirkusartigen Talschluß gegen das Bettlerjoch in einer Höhe von ungefähr 2100 m. Kleine Karnischen liegen zwischen Piasteikopf und Jesfürkli in ungefähr derselben Höhe. Im Kessel von Valüna sammelten sich die Eismassen der Eschnitzperiode und . schoben einen Talgletscher bis etwa in die Breite des Kulm (1200 m). Im obersten Saminatal läßt sich deutlich der in den größeren Bühl- trog sekundär eingetiefte Eschnitztrog erkennen, der sich weiter nord- wärts gegen die Alpe Steg zu ausgleicht. Bei etwa 1300 m liegt das Ende dieses Gletschers. Für den Talwanderer wird es sofort erkenntlich durch ein scharfes Ansteigen des Eehängegeländes und Ueberlagerung des Anstehenden durch Moränenschutt und höher im Gelände Gehängeschutt. Beim Anstieg am rechten User der Samina beobachten wir am linken Ufer terrassierten Moränenschotter, ver- mutlich abgerutschte Bühlufermoräne. Wir finden noch einen Rest unterhalb des Bargellajoches in ungefähr 1450 m Höhe. Vom Bar- gellajoch verläuft talaufwärts bis Alpe Steg diese Terrasse. Eleich- sohlig mündet das Malbuntal in das Saminatal. Es stellt einen mächtigen glazialen Trog dar, der noch in der Bühlperiode von einem gewaltigen Gletscher erfüllt war und wahrscheinlich die haupt- sächlichste Auskolkung des Troges diesem verdankte. Die Bühlufer- moräne ist am steilen rechtsseitigen Gehänge verrutscht am Eehänge- fuß. Nur dort, wo aus dem Saß ein Zufluß erfolgte, ist die Moränen- anhäufung unte<-b>ochen. Der Talgrund ist mit Erundmoräne und Elaziallehm bedeckt. Sie gehört im unteren Talteil zweifellos der Bühlperiode an. Unterhalb des Kurhauses Malbun steigen aus dem Moränengrund, talwärts laufend.mehrere annähernd parallele Wall- stücke auf, beiderseits von Gehängeschutt begleitet. Sie verschwinden
        

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