— 42 — Seine Mächtigkeit nimmt nach Süden rasch ab. Bei Pt, 1693 be- läuft' sie sich aus fast 166 m, in der Tid-Rüfi auf nur noch 30 m. Auch die Partnachschichten keilen nach Süden aus. Nur der wider- standsfähigere Arlbergkalk taucht wieder auf und bildet die Fels- wände unterhalb Provatscheng und Masescha. Die Raiblerschichten bauen zum größten Teil den Dreischwesternkopf auf. Sie ziehen durch die Felswände des Kuhgrates und Eipsberges bis nach Masescha, wo sie die Terrasse ermöglichen. Ihr Verwitterungs- material mit dem Hauptdolomit liefert die riesigen Schuttmassen, die bei jedem Unwetter durch die Rüfen hinuntergeschwemmt wer- den. An der Ueberschiebungsfläche sind nur wenige fremde Gesteine eingeklemmt. Etwas südwestlich von oberhalb der Alpe Eafadura liegt noch ein Schwitzen Buntsandstein. Nach Schumacher schei- nen rötliche Mergelschiefer im Flysch Couches rouges zu sein. Im Aufschluß des Erblebaches finden sich im Flysch ebenfalls Couches rouges und ein wenig Radiolarit der Aroser Schuppenzone. Von Masescha steigt die Ueberschiebungsfläche nach Norden zum Bargella- joch hinauf. Hier hat der südliche Teil der Scholle I den nördlichen überfahren und dabei den Triesner Flysch eingefaltet. Dieser Flysch- zone gehört das Bargellajoch und die Bargellaalpe an. Die lleber- schiebungslinie zieht weiter ostwärts. Arlbetg- und Raiblerschichten sowie Hauptdolomit werden diskordant von Flysch überlagert. Eine Rückfaltung des Hauptdolomites ist besonders im Saminatal zu beachten. Mit dem Nordschub des südlichen Teiles der Scholl« I wurde auch eine kleine Linse von Sulzfluhkalk in den Flysch ein- geklemmt. Es handelt sich um die kleine weiße Wand oberhalb des Kirchleins von Masescha. Die Triasdecke des Triesenberges ist aus verschiedenstem Ee- steinsmaterial zusammengesetzt. Die Terrasse von Erble besteht aus Flysch, die von Provatscheng und Masescha aus Arlbergkalk. Die oberste an den Pilatus angelehnte besteht aus Arlbergkalk der Scholle Is. Für alle 4 Terrassen nimmt aber Rothpletz Haupt- dolomit an. Das von Mylius erwähnte vereinzelte Auftreten von Rhät am Nordende des Dreischwesternkammes besteht aus normal lagernden Partnachschichten zwischen Anisischom und Arlbergkalk. Im Hauptdolomit des Kammes vom Eipsberg bis Dreischwestern- kopf kommen lokal starke Faltungen vor, die man am Alpenvereins- weg gut beobachten kann.
        

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