— 37 — Wechsel von Arlbergkalk und Dolomit ist an keine Regel gebunden. Große Verbreitung besitzt er z. B. im Rheintalgehänge von Schaan bis zum Dreischwesternöopf. Partnach- und Arlbergschichten, die ineinander übergehen, sind das hauptsormgeben.de Gestein unseres Gebietes. In Scholle I südlich bauen sie den Pilatus, Hahnenspiel und Schönberg auf. In Scholle I nördlich gehört zu ihnen die untere Steinwand des Rheintalgehän- ges, im Norden die Eurtisspitze. In Scholle II finden wir sie nur im Gewölbe des Sareiser Joches. Die Mächtigkeit des Ladinien in Scholle I beträgt, wo es tektonisch nicht gestört ist, ca 570 m. Davon entfallen auf die Partnach-Schichten ca. 170 m, auf die Arlberg- Schichten ca. 400 m. In Scholle II beträgt die Mächtigkeit der Arl- berg-Schichten etwa 150 m. Die Partnach-Schichten sind dort stark augehäuft. Normal sind sie kaum 150 m mächtig. Der sehr heterogene Schichtkomplex des Earnien (Raibler Schichten) wird nach oben durch den Gips abgeschlossen. Der dar- über liegende Hauptdolomit ist bereits norisch. Raibler Kalk, äußerst hell ockergelb anroitternd, ist auf frischem Bruch splitterig grau. Meist sind die Kalke plattig. Nach Trümpy soll in den Tobelu oberhalb Schaan eine Diploporen führende Bank von 2—3 m vorkommen. Leicht kenntlich ist der Raibler-Schiefer und -Sandstein Die Raibler-Schiefer unterscheiden sich von den Partnach-Schiefern durch ihren Elimmergehalt und das Fehlen des Kalkes. Sie sind grau- schwarz und verwittern mit rostbrauner Farbe. Die mit den Schie- fern wechsellagernden Sandsteine sind graugrün und sehr hart. Auf Kluftflächen sind dieselben oft rostbraun gefärbt. Sie haben meist nur geringen Kalkgehalt. Die Rauhwacken bilden immer die Basis der Raiblerschichten und sind an ihrer löcherigen Struktur leicht kenntlich. Sie gehen aus der Verwitterung einer Breccie hervor. Grüne, tönige Gesteins- brocken sind häufig neben Schiefer-, Kalk- und Sandstein-Kompo- nenten. Immer ist die Rauhwacke gelb angewittert. Bunte Mergel uird Gips treten oft zusammen aus. Die Mergel sind meist grün oder rötlich. Der gewöhnlich mit dunkleren Lagen gebänderte Gips ist manchmal auch rein weiß, so bei Masescha. Er ist oft formgebend, so am Westsuße des Ochsenkopses. Dem höheren Hauptdolomit dient er oft als Gleithorizont. 3 »
        

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