— 33 — diese Breccienkalke einem tektonisch zerstörten anisischen Kalk zu gleichen. Es folgt in 1340 m Höhe, direkt über dem laminierten Gestein der an der Ueberschiebungsfläche grüne Buntsandstein. An der Basis der Sulzfluhdecke kommen auch grüne Granite mit milchweißem Quarz vor und Trümpy erwähnt noch Chlorit- schiefer uird Gneise. Die unter verschiedenen Namen bezeichnete Reihe von Gesteinen hat Cadisch als Aroser Schuppenzone zusammengefaßt. Zwischen den unterostalpinen Decken und der darüber liegenden Silvretta- decke tritt ein Gesteinskomplex auf, der penninisches und ostalpmes Material enthält und den er für einen Eleithorizont annimmt, den die oberostalpinen Decken bei ihrer Ueberschiebung über die penni- nischen und unterostalpinen Decken mitgerissen haben. Da die Sil- vrettadecke selbst wieder in einzelne Schollen zerlegt wurde, wurde diese Quetschzone zwischen die übereinander geschobenen Teilschollen mitgeschleppt. Die Aroser Schuppenzone liegt daher an den Ueber- schiebungsflächen der Silorettadecke. Die kristallinen und sedimen- tären Gesteine halten sich immer an die tiefsten Triasglieder der Schollen. Mylius nimmt an, daß diese Quetschzonen zwischen die Schollen eingeklemmte Stücke des Hangenden der Triasmassen seien. Trümpy bezeichnet sie als Rhiitische Decke. Die Aroser Schuppenzone weist viele Gesteine auf. In unserem Gebiete beschränken sie sich auf folgende: Vasische Eruptivgesteine mit Diabasporphyrit werden in Va- lorsch, am Mattler- und Euschgfieljoch, im Malbun und auf Saß gefunden. Das graue Gestein mit großen dunklen Einsprengungen verwittert mit roter, Roteisenerz ähnlicher Farbe. Im Dünnschlifs er- kennt man im Diabas ein strahliges Eefllge von Plagioklasen, die aus Pyroxen hervorgegangen sind. Sekundärer Serpentin und Chlo- rit, vermutlich aus Olivin entstanden, kommt vor. Der Magnetit bedingt bei Verwitterung die rote Eesteinsfarbe. Oelouarzit: Blaugrüner Quarzit mit Spuren von Kalk. Sehr hart, muschelig brechend, auf angewitterten Flächen glimmerig mit gelben Limonitflecken. Mikroskopisch erkennt man zwischen undulös auslöschenden Quarzkörnern ein chlovitisches Bindemittel. Beimen- gungen sind Brauneisen, Biotit, Mustowit und wenig Kalzit. Z
        

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