— 29 — säure heftig auf. Mikroskopisch erscheinen in einer Kalkgrundmasse parallel liegende Glimmerschüppchen. Große und kleine Quarzkörner sind neben ein wenig Brauneisen, Leukoxen und Apatit zu beachten, wenig Plagioklase kommen neben Chlorit und wenig Pyrit vor. Die obere Flyschkalkgruppe, die über dem Flyschsandstein liegt, setzt sich nach Schumacher aus folgenden Eesteinszonen zusammen: 1. Schwarzgrauer Kalk, feinkörnig, splitterig mit einer mehrere Millimeter dicken, hellgelben, tonigen Verwitterungsrinde. Die Kalke sind immer gut geschichtet und an ihrer hellen Farbe gut kenntlich. 2. Harter, dunkler und grobkörniger Kalk mit reichem Ton- gehalt. Oft von dünnen, weißen Kalzitadern durchzogen. Er wittert mit braungelber Farbe an. 3. Heller, graugelber,, klingender Kalk, der scharf muschelig bricht. Im Innern zeigt er oft dunklere Tonhäute. Seine Anwitte- rungsfarbe ist fast weih und zeigt große Aehnlichkeit mit dem See- werkalk der helvetischen Decken. Escher, der solche Kalke beim Frastanzer Sand sah, glaubte darin Kreide zu sehen. 4. Braungelber, glimmeriger, feinkörniger Mergel, der durch Wechsellagerung mit dunkleren Lagen eine deutliche Schichtung zeigt. Die Schichtung verläuft aber nicht immer parallel den Schichtflächen, sondern oft wellig. Dieses Gestein steht an der neuen Alpstraße Planken-Eafadura an. 5. Polygene Konglomerate, grobkörnig mit Komponenten, de- ren Durchmesser 1 cm übersteigt. Neben dunklen Tonschiefern kom- men viele weisze Quarzkörner vor. Gelbe Limonitflecken sind häufig, ebenso grüne Schieferblättchen. 6. Diese Konglomerate kommen auch feinkörniger vor, z. B. beim Fraftanzer-Sand-Signal. Im Dünnschliff erkennt man in einer kalkigen Erundmasse viele zum Teil zerbrochene und undulös aus- löschende Quarzkörner. Daneben kommt Kalzit und wenig Muskooit vor. Limonit umsäumt oft die Quarzkörner. Auch Quarzitgerölle sind vorhanden. 7. Dunkle, splitterige Hornsteine mit wenig Kälkgehalt und kleinen Glimmerschüppchen. Sie sind teilweise nur als Blöcke im Flysch eingeschlossen. 8. Dunkle und helle, oft griffelige Mergelschiefer als Zwischen- lagen zwischen den Kalkbänken. Sie wittern hellgrau an und zeigen
        

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