— 392 nen Sprüche und aller abgenannten Stücke und Artikel haben wir obgenannte gemeinsame Obmanner Heinrich Mais und Johann Stöcklin für Gegenwart und Zukunft unsere Siegel ohne Schaden für uns und unsere Erben Öffentlich an diesen Brief gehängt, der gegeben ist zu Chur am ersten Montag nach eingehendem Jahre, da man 1396 Jahre nach Christi Geburt zahlte. Original (A) im Bisehöfl. Archiv Chur. Pergament 54.4 X 63 cm. Gotische Kursive in brauner Tinte. 88 Zeilen, Vorlinierung nicht ersichtlich. Durch Gravierung vorherändert. Unten 3.7—5 cm breite Plica, worin an Per- gamentstreifen die beiden Siegel hangen. 1. «f S' * HEINRICH * DCI * MEIS» (über DCI Strich, also = DICTI). Im begitterten Felde dreieckiger Wappenschild, geteilt von 3, nämlich 
2/i aufsteigenden Adlern. Dunkelbraunes Siegel in hellbrauner Schüssel; rund, innen 2,1, aussen ca. 4,5 cm. 2. «fS*. IOHIS. DCI. STOEKLI. MISTRI.» (über DCI und MISTRI Strich = DICTI, MINISTRI; in STOEKLI E über 0). Im ledigen Siegelfeld Dreieckschild mit Steinbockshorn. Dunkel- braunes Siegel in hellbrauner Schüssel; rund, innen 2,3, aussen ca. 5 cm. — Neuzeitlicher Rückvermerk: «Spruchbrieff. / das dasz Vitzthumb Ambt im Thumhleschg. Jtem die Vogtey zuo Chatz mit allen derselben / Bscssen Besserungen, Stallung, Vnd Aenderung, Jtem dasz Thal! Siussauicn (— Sa- fien), dasz Hochge-/richt zu Chatz ( = Cazis) Vnd Ennhalb dem Rhein. Jtem dasz federstill (vederspil) in der Graffschafft, vsz fry/dau, dz dem von Razuns wasz zu Lechen geben worden gnuegsomb probieren, Jtem dasz Vischen- zen (?) / Vnd den Rhein zu bannen, ausser der Vecher Jhre Rechte (vssgenomen die vaecher mit iren rechten), alles dem Bischopf Hartman Vnd dem / Gestifft zuegehöret, wegen des grossen Zechenden zu Chatz Vnd Sarn am Hainzenberg soll der / Bischoff mit 3. Wappenmässigen (wappens genos) Männern probieren, dasz sy des Gottshausz Lechen seyen (?). / Jtem soll der von Ratzuns den 3 Män- nern zue Trimisz zuegefüegten Schaden alsz des Bischoffs / Leuthen wider guet- machen. Anno 1396. No. 36». Ein kurzer älterer Rückvermerk ist nicht mehr zu entziffern. Notarielle Abschrift (B) im Bisehöfl. Archiv Chur. Pergament, 52,5 X 76,5 cm. Gegeben zu Chur, den 20. März 1393 auf Auftrag Bischof Hartmanns. Notarunterschriften: «(SN.) Et ego Johannes preconis de Meringen constantiensis dyocesis clericus Cur.., publicus auetoritate jmperiali notarius Curie Curiensis . . .» (mit Zeugenliste) und «(SN.) Et ego cuonradus tritabas clericus curiensis dyocesis publicus auetoritate imperiali notarius curie curien- sis . . .». Siehe Abbildungen der Notariatszeichen S. 399 und 436. Der Text selbst ist nicht von den Notaren geschrieben. Initiale. Gotische Kursive. Keine Siegel. — A tergo s. XIV: «Ain spruch brief». Alles andere neuzeitlich, so das Regest: «Vidimus . . .». Signaturen: No 7», «Num. 96», mit Bleisift: «Lade 14 cop» und «No 27». Weitere Abschriften im Bisehöfl. Archiv Chur: Chartular Chur- Tyrol B. fol. 207, Mappe Castelmur II, und in der Handschrift von Tschudis Chronicon Helveticum in Zürich,
        

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