— 104 — Form den Fenstern der heutigen Kirche. Die Sakristei sollte das Licht durch zwei kleine vergitterte Fenster erhalten. An Eingängen sind in das Projekt eingezeichnet der Haupteingang, wie heute, unter dem Turm, dann zwei Seiteneingänge im Osten und Westen im zweiten Feld und ein Eingang in die Sakristei. Der Aufgang aus die Empore sollte gleich hinter dem Haupteingang angebracht werden. Vom Schiff führte eine Stufe in den Chor hinauf und durch ein Kommuniongitter war eine Abtrennung der beiden Räume vor- gesehen. Auch die Sakristei sollte eine gewölbte Decke bekommen. Der Stil der Kirche, wie sie Bachmann entworfen hat, kann als Empire-Stil bezeichnet werden, mit vielen Anklängen an Klassi- zismus, wie z. B. das Verhältnis der Jnnenmaße (Breite gleich Höhe), der blinde Giebel am Turm über dem Haupteingang usw. c)DasProjektVogl. (Kanonikus Büchel nennt als Verfasser der Pläne, nach denen die Kirche gebaut wurde, einen fürstlichen Bauinspektor Kugl und das Jahr, in welchem die Pläne erstellt wurden, gibt er mit 1837 an. Dies ist nur auf eine falsche Lesart der Unterschrift und Daten auf den Plänen zurückzuführen. Es handelt sich um den fürstlichen Bauinspektor Laurenz Vogl, der die Pläne im Jahre 1827 entwarf und der Kostenvoranschlag und das Vorausmaß ist vom 12. Februar 1827 datiert.) Als das Bachmann'sche Projekt an den Fürsten nach Wien gesandt wurde, fand man dort, daß die Ausführung zu teuer sei. Es wurde daher das fürstliche Bauamt in Wien beauftragt, ein neues Projekt auszuarbeiten und die Arbeit wurde dem fürstlichen Bauinspektor Laurenz Vogl übertragen. Von ihm sind folgende Lebensdaten zu berichten, die dem fürstlichen Hausarchiv entnom- men sind: Er wurde 1803 als Adjunkt in fürstliche Dienste ausge- nommen, mit dem Standort in Lundenburg, 1813 wird er im Be- amtenschematismus als Ingenieur des Jnspektionsbezirkes Lunden- burg aufgeführt und wurde 1823 zur fürstlichen Baudirektion Wien versetzt. Am 1. September 1831 erfolgte seine Versetzung nach Stei- nitz, beim fürstlichen Gute Butschowitz in Mähren, wo er am 13. Ja- nuar 1840 starb. Zur Zeit seiner Tätigkeit in Wien war Josef Leistler Chef der dortigen fürstlichen Baudirektion und dieser und sein Adjunkt Wingelmüller waren es, die sonst Pläne für die kurst-
        

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