— 99 — einer spätern Gemeindeversammlung nur 45 Stimmen sür die Uebernahme dieses Anteiles gewesen seien. Aus spätern Akten ist zu entnehmen, das; Psarrprovisor Kindle zur Ablehnung geraten hatte. Ein späterer Vermittlungsvorschlag ging dahin, daß das feh- lende Sechstel, das ungefähr die Kosten der erneuerten Innenein- richtung der Kirche zu decken hatte, durch Spenden von Gemeinden und Privaten und durch Sammlungen aufgebracht werden solle, wieder ein anderer Vorschlag lautete, daß die Gemeinde die Bevor- schussung des Sechstels übernehmen solle und welcher Konkurrenz- pslichtige ihn endgültig zu zahlen habe, solle später ausgetragen werden. Darüber wurde am 14. September 1837 eine neuerliche Gemeindeversammlung abgehalten und mit Ausnahme von vier Bürgern stimmten alle für diesen Vorschlag, um den Bau endlich ausjühren zu können. Trotzdem wurde aber mildem Bau nicht begonnen. Es scheint, daß der Gottesdienst wieder in der alten Kirche abgehalten wurde, da in der Zwischenzeit auch der Pfrundstall baufällig geworden war und keinen Schutz gegen die Unbilden der Witterung mehr bot. Am l5. September 1839 herrschte ein böses Sturmwetter und dieses riß vom Kirchendach viele Hohlziegel und Dachziegel herunter, so daß man, wie Pfarrer Möhrle dem Oberamt berichtete, auf der ganzen Länge des Kirchenschiffes durch einen zirka 2 Schuh breiten Streifen den freien Himmel sehen konnte. Aber nicht nur an der Kirche, am Pfarrhaus und am Zehentstadel richtete der Sturm großen Schaden an, sondern auch im Gemeindewald wurden viele Bäume geworfen. Die Gemeinde schrieb dem Oberamt, daß sie gerne das brauchbare Bruchholz für den Kirchenbau zur Verfügung stelle. Wenn aber der Bau nicht begonnen werde, so werde das Holz unter die Bürger verteilt und es falle dann der Gemeinde schwer, anderes Holz beizustellen. So gab das Unwetter Veranlassung, daß man sich ernstlich mit der Ausführung des Baues abgab. Doch noch gab es ein Mißverständnis aufzuklären. Die Gemeinde hatte 1837, wie er- wähnt, beschlossen das fehlende Sechstel zu bevorschussen. Diese Er- klärung kam auf Intervention des liechtensteinischen Vikariates, das mit der Psarrei Schaan verbunden war, zustande. Es scheint, daß dieser Eemeindebeschluß den österreichischen Behörden nicht mitgeteilt wurde und so wurde bis in den März 1841 zwischen den Behörden über das sehlende Sechstel weiter korrespondiert. Am
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.