— 87 — führten Gründen der gänzliche und baldige Einsturz der Oberdecke fast unvermeidlich und die Kirche für die Pfarrangehörigen unstrei- tig zu klein ist." Es hatte sich also der Abt von Ottobeuren 1795 als Inhaber des Patronates auch an den Fürsten gewandt. Unterm 1V. Septem- ber 1801 erhielt das Oberamt in Vaduz den Auftrag zu erheben, ob die Kirche tatsächlich baufällig oder teilweise schadhaft und ob sie für die Bevölkerungszahl zu klein sei. Das Oberamt antwortete, das? die Notwendigkeit des Kirchenbaues nicht zu verneinen sei, aber we- gen anderer dringlicher Bauvorhaben (Kirchenbau in Balzers usw.) möge man die Sache noch etwa zwei Jahre verschieben. In diesem Sinne wurde dann das Ansuchen von Pfarrer Lutz mit Schreiben vom 8. November 1801 beantwortet. Mittlerweile aber folgte die Säkularisation des Reichsstiftes Ottobeuren. Dieses kam zu Bayern und die Besitzungen in Vorarlberg und in Liechtenstein kamen an das Haus Habsburg. Dann brach wieder der Krieg aus und der nachfolgende Friede von Preßburg machte Vorarlberg und auch die Habsburgischen Besitzungen in Liechtenstein bayrisch. Als sich die Ver- hältnisse etwas stabilisiert hatten, nahm Pfarrer Lutz das Projekt des Kirchenbaues wieder auf. Er berichtet über seine Schritte zu dieser Zeit in einem Schreiben an das Oberamt in Vaduz vom 7. Juni 1823.' „ . . . daß ich Anno 1812 am 9. Juni bey der k. baierischen Finanz-Direktion um Erbauung einer neuen Kirche bittlich ange- suchet, worauf in kurzer Zeit Herr Bauinspector von Kempten und Herr Rentbeamter Erabner zu Feldkirch beauftragt worden, den Zustande der Kirche zu untersuchen, den sie auch so bedencklich und gefährlich fanden, daß alsogleich ein langer Zwerdramen über die verfaulten Balcken mit 2 eisernen Sträuben hergestellet und auch von k. b. Rentamt bezahlet werden Nach einer Zeit Anno 1814 den 17. Februar bekam Herr Bau- meister Weyrather zu Feldkirch von der k. b. Direction den Auftrag, einen Ueberschlag zu machen, wie hoch es zu stehen kommen würde, wenn die Kirche nicht neu gebauet, sondern nur die Ausbesse- rung des Daches, eine neue weiße Decke, Fenster, Thüren, Boden und die Ausweißlung der Kirche sollten gemacht werden? Dieser Ueberschlag betrug beiläufig 5- oder 600 Gulden, den Herr Wey-
        

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