— 81 — Empore war genau auf der halben Höhe der Kirche 9 Schuh (2,84 m) über dem Boden. Die Tragbalken der Empore waren in die Mauer eingelassen und die Längskonstruktion war durch eine Holzsäule, die vor der Treppe stand, gestützt. Diese Säule kam erst nach dem Jahre 1821 hin, denn im Rheinberger'schen Grundriß fehlt sie und sie wird unter den Reparaturen, die nach der kommissionellen Besichtigung 1821 gemacht wurden, erwähnt. Auf der linken Schiffsseite befand sich die Kanzel, deren Treppe gleich beim Seiteneingang ansetzte. Vorn im Schiff standen die beiden Seitenaltäre, die über die Ab- schlußmauern des Chores vorstanden. Der linke Seitenaltar zeigte abgeschrägte Altarstufen, die notwendig waren, um den Eingang in den Turm zu ermöglichen. Der rechte Seitenaltar war etwas breiter wie der linke und vor ihm an der Wand stand der Tauf- stein. Auffallend am Langhaus ist die unsymetrische Verteilung der Fenster, zwei gegen Westen und drei gegen Osten. Sie waren 2,84 m über dem Boden, 77 cm breit und 2,05 m hoch. Die Scheiben stan- den in der Mauermitte und die Simsen waren nach innen und außen abgeschrägt. Nur das Fenster über dem rechten Seiten- altar bestand nach der Zeichnung aus zwei Flügeln. Aus dem Ko- stenvoranschlag ist unter den Einnahmen aus dem Abbruchmaterial zu ersehen, daß bei den Fenstern Formscheiben vorhanden waren. Es waren also keine glatten Fensterscheiben, wie heute, sondern kleinere Glasscheiben, die in Blei gefaßt waren, wahrscheinlich waren es Butzenscheiben. Die Decke im Langhaus war eine flache Bretterdecke, und die Fugen waren mit Deckleisten abgedeckt. Der Boden unter den Bänken war ein Bretterboden, der Mittel- gang dürfte wahrscheinlich ein Ziegelboden gewesen sein. Die Breite des Langhauses betrug 19>5 Schuh (6,16 m) und die Höhe 18 Schuh (5,68 m). Die Mauerstärken betrugen 81 cm (2'/.- Schuh). Der Chor lag höher wie der Boden des Langhauses und die Mauern, die den schmaleren Chor gegen das Langhaus ab- grenzten, sprangen noch je 1,26 m in den Raum vor. Die Stärke dieser Mauern entspricht der Stärke der nördlichen Turmmauer, nicht aber der Stärke der übrigen Chormauern, die 3V>- Schuh (1,12 m) maßen. Die Größenverhältnisse des Chores sind 16 auf 16>5 Schuh (5,7 auf 5,22 m). Das Licht erhielt der Chor durch vier Fenster, eines auf der Ostseite über dem Beinhaus und drei auf der aufgeteilten Nordseite, von denen das mittlere breiter war, e
        

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