— 79 — Ost-Süd- und Westseite die Seiten eines Rechteckes bilden und dessen Nordseite ist in drei Teile aufgespalten, deren Wände jeweils in einem Winkel von 69 Grad gegeneinander stoßen. Bemerkenswert sind aus der Nordseite an den Ecken der Teilstücke drei Stützmauern von ungefähr 1 m° Stärke im Grundriß. Die vierte Stützmauer bei der Sakristei fehlt. Das Giebeldach der Kirche war mit Schindeln g d?cki ?'i d von ganz einfacher Konstruktion. Firstpsetie irmr k.ine rorhanden, ebenso fehlte ein Bordach und aus den Seitenmauern waren Schupfrafen aufgelegt, um den Abfall des Daches zu brechen. Ueber dem Eeiteneingang war ein an das Kirchendach anschließendes Vordach angebracht. Wie die Dachkonstruktion der Kirche, ging in gleicher Richtung auch das Dach des Vorhauses, nur war dieses etwas slacher und hatte ein kleines Vordach. Der Abstand vom Giebel des Vorhauses zum Giebel der Kirche betrug 3,35 m und der Giebel des Vorhauses verdeckt teilweise ein Rundbogensenster, das dem Dach- geschoß der Kirche Licht brachte. Dies läßt darauf schließen, daß das Vorhaus später der Kirche angebaut wurde, wahrscheinlich wollte man damit eine provisorische Vergrößerung erreichen. Das Vorhaus war ganz aus Holz gebaut, nur nach Süden und Osten war ein zirka 60 cm hoher Sockel ausgemauert. Das Beinhaus und die Sakristei hatten ein an die Kirchenmauer angelehntes Bretterdach. Die Ee- samthöhe der Kirche betrug bis zum Dachgiebel 10,68 m (33^ Schuh) und die Höhe der Seitenmauern 5,68 m (18 Schuh). b) Der Turm. Der Turm erhob sich, nach den Angaben von Rheinberger und auch nach der Zeichnung Bachmann, im gemauerten Teil bis zu einer Höhe von 12 m (38 Schuh). Auf der Mauerkrone war ein viereckiger Holzturm aufgehetzt, in dem sich die Glocken befanden und darüber saß ein achteckiges steiles Turmdach, geziert mit einer Turmspitze mit Kugel und Hahn. Die Höhe dieser Holzkonstruktion, bis zum Hahnenkopf gemessen, betrug noch einmal 11,06 m (35 Schuh), so daß die Eesamthöhe des Turmes ob Boden 23,06 m erreichte. Das Turmdach war nach der Zeichnung Bachmann mit Schindeln gedeckt und der Fall durch Schupfrafen (auch Rafen- schieblinge genannt) stark gebrochen. Das Turmdach erinnert in seiner Gestaltung sehr an das Kirchlein von Sankt Mamerten ob Triefen, bei dem der Fall des Daches aber nicht gebrochen
        

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