— 61 — dem Kloster geschlossen, nach welchem das Kloster Weingarten die Pfarrei Mauren und einige andere Pfarreien in Vorarlberg, die ebenfalls zum Priorat St. Johann gehört hatten, durch Provisoren besetzen konnte, die wohl der bischöflichen Installation nicht bedurf- ten, aber in der Verwaltung der Pfarrei dem Bischof unterstanden. Diese Streitigkeiten zwischen dem Kloster Weingarten und dem Bischof von Chur werden als „Investitur-Streit" bezeichnet. Aus einigen Urkunden dieser Zeit finden wir bestätigt, daß die Maurer Pfarrkirche den hl. Apostelfürsten Petrus und Paulus geweiht war. So eine Urkunde vom 11. November 1638, in der von einem Simon Hundertpsund als „Pfleger der Kirche zu den hl. Aposteln Petrus und Pauls in Mauren" die Rede ist, ebenso ron 1676, in welcher ein Peter Strader als Kirchenpsleger genannt wird. Am 19. Mai 1695 verkaufte das Stift Weingarten einen Teil der ehemaligen Besitzungen des Priorates St. Johann an die Stadt Feldkirch, darunter auch das Patronat mit den Gütern in Mauren, während die andern Besitzungen zur Herrschaft Blumenegg, die das Kloster seinerzeit von den Grafen von Sulz erworben hatte, ge- schlagen wurden. In der Urkunde wird der Besitz in Mauren fol- gendermaßen beschrieben! „Item die zu Ehren deren heyligen Aposteln Petri et Pauli geweichten Kirche zu Maura samt dem eingefangenen Kirchhof, glockenthurm und glocken darinn, welche gleichwie zu Thllsis bishzro die fabrick und gemeindt erhalten und nebst diesem den Kirchensatz, das Jus Patronatus nach der Hochfürstl. Churi'sch obgemelten transaction de Anno sechzehen hundert sieben und zwanzig und fünf und fünfzig und was demselben vor Recht und gerechtigkeiten anhängig zusamt der heiligen Einkomens. Item den halben Weinzehenden daselbsten und die Novalia ganz, dann der Kornzehendte (außer des Strohs, welches Er uns liefern müßte) einem Pfarrer dermalen aus Gnaden gelassen würdt. Erstlich dem Pfarrverweser zu Maura jährlichen sechzig gülden 6V fl. Item demselben jährlichen sieben Som Wein." Nicht lange blieb die Stadt Feldkirch Besitzerin dieser Güter. Bereits am 24. Februar 1696 verkaufte die Stadt alles wieder an das Reichsstift Ottobeuren in Bayern, wobei sich die Stadt merk-
        

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